Die Staatsanwaltschaft Linz hat die Ermittlungen nach dem Doppelmord und Suizid am Donnerstag vor dem Gasthaus Lüftner in Linz-Urfahr übernommen. Der bei den Toten gefundene Abschiedsbrief wurde inzwischen ausgewertet. Daraus geht hervor, dass dem 88-jährigen Täter wohl die neue Lebenssituation der 61-jährigen Tochter nicht recht war.
Der Vater habe anscheinend befürchtet, dass nach seinem und dem Ableben der Ehefrau die bereits auf die Tochter überschriebene Eigentumswohnung in Linz verkauft würde, gab die Sprecherin der Staatsanwaltschaft die Gedankengänge des Mannes aus dem Abschiedsbrief wieder. Aus seiner Sicht dürfte diese Annahme mit ein Grund für die Tötung von Tochter und Frau gewesen sein, so die Rückschlüsse der Ermittler.Kein hörbarer StreitBevor der mutmaßliche Täter (88) am Donnerstag gegen 13.30 Uhr vor dem Wirtshaus seine 89-jährige Frau und die Tochter (61) erschoss und sich dann selbst tötete, waren die drei in dem Lokal essen gewesen, so die Ermittlungen. Im Wirtshaus sei es laut Zeugenaussagen zu keinem hörbaren Streit gekommen. Nach dem Verlassen des Lokals wurde das Gewaltverbrechen verübt.Der Mann hatte die Waffe, die er laut Angaben der Polizei illegal besessen habe, demnach dabeigehabt. Wie viele Schüsse er abgab, war noch unklar. Ab Freitagmittag sollen die drei Toten obduziert werden. Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft rechnete am späteren Nachmittag mit einem Ergebnis.Berichte über (mögliche) Suizide können bei Personen, die sich in einer Krise befinden, die Situation verschlimmern. Österreichweit gibt es Anlaufstellen, die Rat und Unterstützung im Krisenfall anbieten.
Wenn Sie oder eine Ihnen nahestehende Person sich in einer psychischen Ausnahmesituation befinden oder von Suizidgedanken betroffen sind, wenden Sie sich bitte an die Telefonseelsorge unter der Telefonnummer 142. Weitere Krisentelefone und Notrufnummern finden Sie HIER.
Vor Tat noch gegessen – Drei Tote vor Wirtshaus: Angst vor Wohnungsverkauf 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-05-08 10:30:25
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