Unglaubliche Entwicklung in der Causa ORF: Jene Frau, die aufgrund von abstoßenden Chats Generaldirektor Roland Weißmann zu Fall gebracht hatte, war mit einer brisanten Zwangsmaßnahme der Ermittlungsbehörden konfrontiert.
Die Causa ORF ist um ein pikantes Kapitel reicher. Zur Auffrischung: Der frühere Generaldirektor Roland Weißmann, um dessen Nachfolge sich aktuell ein unwürdiges Schauspiel abspielt, trat im März 2026 nach Vorwürfen der sexuellen Belästigung gegen eine ORF-Mitarbeiterin zurück. Ihr soll der gefallene Top-Manager verstörende Nachrichten und auch Dick-Pics gesendet haben.Wie die „Krone“ berichtete, leitete die Staatsanwaltschaft Wien nach Prüfung der von Benko- und Weißmann-Anwalt Norbert Wess eingebrachten Strafanzeige ein Ermittlungsverfahren ein. Und zwar nicht gegen Weißmann, sondern gegen die ORF-„Kronzeugin“. Im Raum steht der Verdacht der schweren Erpressung und des Missbrauchs von Tonaufnahmegeräten – es gilt die Unschuldsvermutung.In der Ermittlungsanordnung kündigte die Behörde die Einvernahme von zwölf Zeugen an und auch, dass sie Tonbandaufnahmen und Bilder beischaffen wolle. Und tatsächlich kam es am 18. Mai zur behördlichen Anordnung der Beschlagnahme des Mobiltelefons der ORF-Mitarbeiterin.Doch an ihren Wohnadressen trafen die Ermittler die Frau nicht an, obwohl sie dies mehrfach versuchten. Weshalb offenbar ein Richter die Peilung ihres Mobilfunkgeräts bewilligte …Peilung führte zu Wohnort von ORF-ManagerWodurch die Geschichte zusätzlich an Brisanz gewinnt. Denn in dem Bereich der Ortung lag just die Wohnadresse von ORF-Manager Pius Strobl.Wie bekannt ist, wurde in der Anzeige von Wess und im Compliance-Bericht auch ein mögliches Naheverhältnis der Frau zu Strobl angeführt. Auch geht es um einen Streit zwischen Weißmann und dem 69-Jährigen betreffend der von Wrabetz unterzeichneten Pensionszusagen, die Weißmann bestritt.
Beamte in Zivil positionierten sich deshalb in der Nähe von Strobls Wohnadresse. Und tatsächlich kam die Frau in einem Auto an den dort positionierten Polizisten vorbei. Später kam es bei dem Fahrzeug zur Amtshandlung.Beschuldigte zeigte sich kooperativNeben deren Privathandy soll der Frau im Rahmen dieser auch das Diensthandy abgenommen worden sein. Laut Amtsvermerk habe sich die ORF-Mitarbeiterin „überaus kooperativ“ verhalten und den einschreitenden Beamten freiwillig die Entsperrcodes für die beiden Geräte genannt.Die Staatsanwaltschaft Wien bestätigte die brisante Handyabnahme gegenüber der „Krone“.
Weißmann-Affäre – Polizei kassiert Handys von ORF-Kronzeugin ein 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-05-28 15:37:02
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