Seine Frau mit einem anderen Mann beim Sex im Auto zu erwischen, wäre eh schon schlimm genug. Danach soll der 40-jährige Wiener aber von dem Liebhaber auch noch mit einer Machete attackiert worden sein. Die Staatsanwaltschaft glaubt ihm das nicht, er sitzt jetzt im Landl vor der Richterin.
Das sieht wirklich niemand gerne: Ein 40-jähriger Wiener machte sich am 17. Oktober Sorgen, weil seine Frau spätnachts nicht nach Hause kam. Schon jahrelang teilte man den Standort auf einer App miteinander. Das Signal leuchtete bei einem Supermarktparkplatz im 23. Bezirk auf. „Was hat er dann dort gesehen? Ein wackelndes Auto“, so Anwalt Philipp Springer. Darin seine Ehefrau mit einem anderen Mann. Unterleiberl, Socken und MacheteIm Wiener Landl schildert der 40-Jährige aufgeregt: „Dann hatte der Liebhaber meiner Frau eine Machete in der Hand. Der war nur mit einem Unterleiberl und Socken bekleidet.“ Und hätte ihn dann mit der Klinge attackiert. Ein Zweiter, der neben dem Auto mit der besten Freundin seiner Ehefrau geplaudert hatte, habe dann ein Klappmesser gezückt. Nur, weil er einen Pfefferspray dabeihatte, hätte er flüchten können. Am nächsten Tag zeigte er die unfassbare Attacke bei der Polizei an.„Ganzen Winter in Alkohol ertränkt“Und die konnte es im wahrsten Sinne des Wortes nicht fassen – die Geschichte glaubten die Behörden dem 40-Jährigen nämlich nicht. Vor Richterin Corinna Huber sitzt er jetzt wegen Verleumdung. Schritt für Schritt geht sie mit dem Wiener die Details der mutmaßlichen Macheten-Attacke durch. Frau Rat kommt zu dem Schluss: „Also, Entschuldigung. Das ist eine komplett andere Geschichte.“ – „Ich hab’ den ganzen Winter in Alkohol ertränkt“, rechtfertigt sich der Angeklagte. Seine Noch-Ehefrau sei untergetaucht, mit den zwei Töchtern sei er auf einmal alleine gewesen.Niemand will Liebhaber kennen„Haben Sie irgendwelche Informationen zu den Angreifern?“, versucht es die Richterin weiter. „Nein, ich bin ja nicht die Polizei“, empört sich der Angeklagte. „Jetzt seien Sie nicht so patzig“, muss ihn Frau Rat maßregeln. Und auch bei der Aussage der besten Freundin seiner Noch-Ehefrau muss er immer wieder schnaufen, versucht sich – teils erfolglos – Kommentare zu verkneifen. Teilweise wohl verständlich, denn die Zeugin will sich nicht mehr an viel erinnern. Außer: „Meine Freundin hat mir gesagt, sie hat bei der Polizei gelogen und gesagt, das waren meine Bekannten.“ Das stimme aber gar nicht. Und die Hauptzeugin – und zwar die Ehefrau – schwänzt den Gerichtstermin. Sogar mit Ankündigung: „Sie hat mir gestern am Abend schon gesagt, sie kommt nicht.“ Der Richterin zeigt er Handynachrichten; bei ihr hat sie sich nämlich nicht offiziell entschuldigt. Also wird vertagt.
Wilde Macheten-Story – Frau in flagranti im Auto erwischt – und dann … 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-05-08 18:46:01
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