Heftige Bora-Winde haben über die Osterfeiertage die kroatische Adriaküste fest im Griff gehabt und für massive Einschränkungen im Reiseverkehr gesorgt. Straßen und Autobahnen wurden gesperrt, Fähren eingestellt und Flüge umgeleitet. Urlauber strandeten an der Küste und warteten teils stundenlang auf Ersatzverkehr.
Besonders betroffen waren die Regionen rund um Zadar, Rijeka und Dubrovnik. Auf der Insel Rab wurden Windspitzen von bis zu 192 km/h gemessen.Krk-Brücke: Wohnwagen hängt über BrüstungAuch die berühmte Brücke zur Insel Krk konnte den extremen Böen nicht standhalten: Ein Gespann aus Auto und Wohnwagen wurde von einer Windböe erfasst, der Wohnwagen über die Brüstung gehoben und blieb dort hängen. Verletzte gab es dabei glücklicherweise nicht.Straßen und Fähren lahmgelegtDie Verkehrsbehinderungen waren umfangreich. Die Küstenstraße zwischen Senj und Sveta Marija Magdalena war zeitweise unpassierbar, und die Autobahn A1 zwischen Sveti Rok und Posedarje musste vollständig für den Verkehr gesperrt werden. Auch der Fährverkehr kam weitgehend zum Erliegen: Linien zwischen Rijeka, Cres, Rab und Novalja wurden eingestellt, die Insel Pag war nur eingeschränkt erreichbar, und für Lkw galten zusätzliche Fahrverbote.Steirer-Reisende stranden im SturmFür 77 Reisende aus der Steiermark wurde die Rückreise zur Geduldsprobe. Ihr Bus musste auf eine schmale Ausweichroute ausweichen und kam dort zum Stillstand. Der kroatische Zivilschutz teilte mit: „Den Feuerwehrleuten gelang es, eine Leitplanke zu entfernen und den Bus auf die Straße zu ziehen.“ Trotz dieser Maßnahmen konnte die Fahrt wegen anhaltender Sturmböen nicht fortgesetzt werden. Die Passagiere wurden vorübergehend in einem Kulturzentrum untergebracht und warteten auf einen Ersatzbus.Lufthansa-Flüge kehren umAuch der Flugverkehr blieb von der Bora nicht verschont. Am Flughafen Dubrovnik mussten mehrere Maschinen ihren Landeanflug abbrechen. Zwei Lufthansa-Flüge aus München kehrten aufgrund der starken Windböen wieder um. Insgesamt waren mehrere hundert Passagiere betroffen, die ihre Reisepläne kurzfristig ändern mussten.Entspannung zum WochenstartDie Lage entlang der Adria hat sich mit dem Beginn der neuen Woche aber wieder spürbar entspannt. Straßen und Verbindungen wurden schrittweise wieder freigegeben, und auch der Verkehr normalisierte sich langsam.
Wohnwagen über Brücke – Ostern im Ausnahmezustand: Bora legt Kroatien lahm 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-04-06 20:29:09
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