Lange standen für die Ersatzwahl in den Gemeinderat Gais nach dem Rücktritt von Katja Pantaleo mit Sarah Bösch und Marc Eberhart nur zwei Kandidierende zur Wahl. Durch die kurzfristige Kandidatur von Stefan Hofstetter zwei Wochen vor der Wahl erhielt der Wahlkampf eine neue Dynamik. Die Stimmunterlagen waren bereits verschickt worden, sodass das Resultat mit Spannung erwartet wurde. Die meisten Stimmen erhielt Marc Eberhart, er verpasste mit 545 Stimmen das absolute Mehr knapp um zehn Stimmen. Stefan Hofstetter erzielte trotz der späten Kandidatur kurz vor der Wahl beachtliche 388 Stimmen. Sarah Bösch erhielt 123 Stimmen. Damit kommt es am 27. September zu einem zweiten Wahlgang.
Marc Eberhart freut sich sehr über das gute Resultat, wie er auf Nachfrage erklärt. Dass er das absolute Mehr um nur gerade zehn Stimmen verpasst hat, sei zwar ein kleiner Wermutstropfen, doch die Freude stehe im Vordergrund. Er hat am meisten Stimmen erhalten, die Mehrheit der Stimmbürgerinnen und -bürger hätten ihm das Vertrauen geschenkt, meint er dankbar. Er hat sich mit seinen Unterstützern intern ausgetauscht und wird im zweiten Wahlgang nochmals antreten, um seinen Vorsprung zu verteidigen. Dabei kandidiert er nicht in erster Linie als SP-Mitglied, betont er, sondern für die Sache, und seine Chancen seien intakt, umso mehr, als im zweiten Wahlgang das einfache Mehr reiche.
Auch Stefan Hofstetter tritt zu einem zweiten Wahlgang an. Obwohl die Stimmunterlagen bei seiner Kandidatur bereits verschickt worden waren und viele bereits brieflich abgestimmt hatten, hat er 388 Stimmen erzielt. «Das ist ein grosser Erfolg für mich», freut er sich, er habe auch immer wieder zu hören bekommen, dass seine Kandidatur spät sei. Umso mehr freue ihn das Ergebnis, es stimme ihn sehr positiv, sodass er seine Kandidatur für den zweiten Wahlgang einreichen wird.
Sarah Bösch hingegen tritt nach dem Resultat von 123 Stimmen nicht mehr an. Ihr habe der respektvolle Umgang im Wahlkampf gefehlt, blickt sie zurück. Sie hätte sich gerne auch politisch in der Gemeinde engagiert, erklärt Sarah Bösch, denn sie sei immer engagiert. Doch jetzt werde sie sich voll auf ihr Studium in KMU-Management konzentrieren, das sie im März begonnen habe, zudem feiere sie mit ihrer Firma das 10-Jahr-Jubiläum, «es wird mir also nicht langweilig», stellt sie fest.
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Absolutes Mehr knapp verpasst 2026
IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2026 2026-08-24 16:41:45
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