Die geplanten Massnahmen betreffen voraussichtlich 71 Arbeitsplätze und stehen unter dem Vorbehalt der Ergebnisse des am 23. September 2026 eröffneten Konsultationsverfahrens. Die «Wagner AG» befindet sich seit Ende Juni 2026 in einer provisorischen stillen Nachlassstundung. Seither konnten Geschäftsbetrieb, Produktion und Lieferfähigkeit laut Mitteilung zugunsten der Kunden ohne Unterbruch sichergestellt werden.
Gleichzeitig prüften der Verwaltungsrat, die Geschäftsleitung, die Eigentümer und die provisorische Sachwalterin verschiedene Sanierungs- und Transaktionsmöglichkeiten. Im Zentrum stand insbesondere die Übernahme und Weiterführung der «Wagner AG» als Gesamtunternehmen. Da trotz intensiver Bemühungen keine ausreichend belastbare und wirtschaftlich tragfähige Gesamtlösung gefunden worden sei, beabsichtige der Verwaltungsrat nun, die Geschäftsaktivitäten schrittweise an verschiedene industrielle Partner zu übertragen, heisst es in der Mitteilung.
Geordnete Liquidation
Für einen grossen Teil der Kunden und Projekte bestünden bereits mögliche Anschlusslösungen. Diese würden nun mit den jeweiligen Kunden abgestimmt. Parallel werde mit industriellen Partnern und weiteren Unternehmen in der Region geprüft, für welche Mitarbeitenden sich neue Beschäftigungsmöglichkeiten ergeben könnten. Bei einer Umsetzung der Planung sollen die Aktivitäten während einer Übergangsphase übertragen werden. Anschliessend soll die «Wagner AG» im Rahmen des Nachlassverfahrens geordnet liquidiert werden. Definitiv entschieden werde erst nach Abschluss des laufenden Konsultationsverfahrens mit den Mitarbeitern.
Dazu Silvan Halter, CEO und Mitinhaber der «Wagner AG»: «Für unsere Familie und für mich persönlich ist dieser geplante Schritt ausserordentlich schwierig. Wagner ist seit über 80 Jahren ein Familienunternehmen und hat sich über viele Jahrzehnte erfolgreich an neue Herausforderungen angepasst. Eigentümer und Verwaltungsrat haben in den vergangenen Jahren alles darangesetzt, eine langfristige Perspektive für Wagner zu schaffen; die Eigentümer haben dabei die Weiterentwicklung und Sanierung auch mit erheblichen zusätzlichen finanziellen Mitteln unterstützt. Auch in den vergangenen Monaten haben wir intensiv nach einer Lösung für die Weiterführung als Gesamtunternehmen gesucht. Leider ist es uns unter den heutigen Rahmenbedingungen nicht gelungen, eine wirtschaftlich tragfähige Gesamtlösung zu finden. Unser Ziel ist es nun, die Kundenprojekte geordnet an geeignete industrielle Partner zu übertragen und gleichzeitig für möglichst viele Mitarbeitende eine gute Anschlusslösung zu finden. Bis zum definitiven Entscheid werden wir alle Vorschläge aus dem Konsultationsverfahren sorgfältig prüfen.»
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71 Arbeitsplätze gehen verloren 2026
IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2026 2026-09-23 14:12:05
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