Am Dienstag sind in Deutschland gleich zwei Umspannwerke attackiert worden. Noch ist völlig unklar, wer hinter den Angriffen steckt und welches Motiv die Täter hatten. Es ist allerdings nicht von der Hand zu weisen, dass die Angriffe gewisse Parallelen haben …
Sowohl das Umspannwerk in Turnow-Preilack in Brandenburg als auch das Umspannwerk in Bergheim bei Köln in Nordrhein-Westfalen sind am Dienstag angegriffen worden. In beiden Werken gab es Störungen und bei beiden Werken gehen die Behörden davon aus, dass jemand bewusst Schaden anrichten wollte. In Brandenburg ermittelt die Polizei auch wegen Terrorverdachts.„Natürlich prüfen wir auch die Zusammenhänge zu den jüngsten Taten in Brandenburg“, versichert Michael Esser vom Polizeipräsidium Köln. Denn manche Details der beiden Angriffe sind schon recht ähnlich.Strom kann über weite Strecken mit hoher Spannung mit weniger Energieverlust transportiert werden. Für Haushalte wird jedoch eine deutlich niedrigere Spannung benötigt. Hier kommen Umspannwerke ins Spiel: Sie wandeln Strom auf die benötigte Spannung um.Pyrotechnik und AbschussrampenBei beiden Attacken wurden Drähte oder Kabel verwendet, um Kurzschlüsse auszulösen. In der Nähe des Werks in Bergheim fanden die Beamten pyrotechnische Gegenstände und in einem Maisfeld insgesamt sechs Abschussvorrichtungen. Die waren so gebaut, dass mithilfe von pyrotechnischen Geschossen ein Draht über die Stromleitungen des Umspannwerks geführt werden konnte. Auch in der Nähe des Werks in Turnow-Preilack fanden die Ermittler Abschussvorrichtungen und Pyrotechnik. Esser wollte laut „Spiegel“ keine Details zu den Abschussvorrichtungen nennen. Er sagt aber, dass sie miteinander vergleichbar seien. Womöglich seien die Rampen schon vor längerer Zeit installiert worden, schreibt der Sender zdfheute. Täter noch unbekanntEine Gemeinsamkeit der beiden Attacken ist auch, dass bisher noch völlig unklar ist, wer die Täter sind. Es gibt auch noch keine Informationen dazu, welches Motiv die Angreifer hatten. Bei dem Angriff in Bergheim könnten Linksextremisten am Werk gewesen sein, es wäre auch eine „fremdstaatliche Sabotage“ denkbar, wie Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul vermutet.„Es ist ganz klar das Ziel, die Bevölkerung zu verunsichern“, sagte CDU-Innenexperte Alexander Throm zu den Anschlägen. „Dieses Ziel hat natürlich nicht nur Russland, sondern auch andere wie Linksextremisten.“ Im Jänner war es nach einem Brandanschlag auf eine Kabelbrücke zu einem Heizkraftwerk im Südwesten Berlins zu einem tagelangen Stromausfall gekommen. Für den Anschlag hat eine linksextreme Gruppe namens „Vulkangruppe“ per Bekennerschreiben die Verantwortung übernommen. Wer für die jüngsten Angriffe auf die Umspannwerke verantwortlich ist, ist aber noch nicht klar. Dazu bekannt hat sich jedenfalls noch niemand.
„Prüfen Zusammenhänge“ – Auffällige Parallelen bei Attacken auf Stromnetz 2026
IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2026 2026-09-02 20:04:43
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Improvised explosive devices found near German power plant Janschwalde IUSTITIA


