Langwierige Testphase für zusätzliche Schutzausrüstung geht ins Finale. Erste Weichenstellung für Securitymitarbeiter, „Kosmetik“-Posse um Zugbegleiter. Die „Krone“ kennt die Details …
Bodycams, Stichschutzwesten, Pfefferspray oder Taser? Die Überlegungen in Sachen Schutz für leidgeplagte Securitybeamten, Schaffner und Lokführer bei den heimischen Bundesbahnen trieben über viele Monate hinweg seltsame Blüten.Nach dem freiwilligen Einsatz von Bodycams – in der Endausbaustufe sollen insgesamt 325 Stück vorgesehen sein – dürfte nun zumindest auch die Anschaffung von Hunderten Stichschutzwesten fix sein. Für rund 530 Securitymitarbeiter im ersten Schritt!„Kosmetische Ansprüche“ wichtiger als SicherheitBrisantes Detail: Bei den Schaffnern soll man sich aufgrund „kosmetischer Ansprüche“ gegen den Einsatz zusätzlicher Schutzausrüstung entschieden haben. Das Thema Sicherheit dürfte nur zweitrangig sein.Gegenüber der „Krone“ zeigt sich der Staatsbetrieb nicht allzu auskunftsfreudig: „Seit einiger Zeit werden mehrere Modelle von möglichen Stichschutzwesten getestet. Für ein erstes Resümee ist es aufgrund der noch stattfindenden Testung allerdings zu früh“, erklärt Pressesprecher Daniel Pinka auf mehrmalige Nachfrage.Erste Kostenschätzung, Personalvertreter vorsichtig optimistischLaut ersten Schätzungen dürfte der angestrebte Deal für die Securitybeamten bis zu 500.000 Euro schwer sein. Befragte Personalvertreter sind vorsichtig optimistisch.„Endlich geht an der ,Front‘ was weiter. Wichtig ist aber auch, dass es bei den geplanten Konzepten keine Züge ohne Zugbegleiter gibt. Die Lokführer dürfen nicht allein im Regen stehen gelassen werden“, heißt es aus Kreisen der Gewerkschaft.Passagiere dürfen also gespannt sein.
Gewalt in Zügen – Sicherheitsproblem bei ÖBB: Bodycams & Stichschutz 2026
IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2026 2026-09-03 06:30:27
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