Die Anpassungen seien «finanzpolitisch motiviert», wurde in der Debatte über Änderungen im Förderprogramm Energie 2021 Plus erklärt. Es gehe aber auch um eine gezieltere Unterstützung: Man wolle nicht mehr mit Steuergeldern Projekte unterstützen, die auch sonst realisiert würden.
Gemeint sind Photovoltaikanlagen. Der Zubau habe ab 2023 massiv an Fahrt aufgenommen, informierte der Regierungsrat. Die Förderung vom Bund gebe es weiterhin. Der Kanton will künftig aber nur noch diejenigen Anlagen fördern, die auf die Produktion von Winterstrom eingerichtet sind oder die in Kombination mit Wärmedämmmassnahmen realisiert werden.
Bei den bereits installierten Photovoltaikanlagen entfalle etwa drei Viertel der Jahresproduktion auf das Sommerhalbjahr – und nur rund ein Viertel auf das Winterhalbjahr. Dies hange neben der geringeren Anzahl an Sonnenstunden auch mit dem flachen Neigungswinkel der Solarmodule zusammen.
Dies soll sich ändern: Jede zusätzliche Kilowattstunde Winterstrom sei wichtig, wurde in den Voten betont. Um die Produktion zu erhöhen, brauche es nun Photovoltaik-Anlagen, die so steil ausgerichtet seien, dass sie die Energie der Wintersonne in Strom umwandeln können.
Mit den Anpassungen des Förderprogramms waren alle Fraktionen weitgehend einverstanden. Die Zustimmung fiel mit 60 zu 0 Stimmen bei einer Enthaltung entsprechend klar aus.
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Kantonsrat will Produktion von Winterstrom fördern 2026
IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2026 2026-08-24 14:40:00
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