Am 28. Februar finden in Ausserrhoden Gesamterneuerungswahlen statt. Mitte August hat FDP-Regierungsrat Dölf Biasotto, Vorsteher des Departementes Bau und Volkswirtschaft, bekannt gegeben, dass er nicht mehr zur Wiederwahl antritt. Wie Karin Jung nun in einer Medienmitteilung schreibt, hat sie Interesse an einem Regierungsratssitz bei der Findungskommission der Ausserrhoder FDP angemeldet. Ob die FDP-Kantonsrätin und Fraktionspräsidentin nominiert wird, entscheidet die Delegiertenversammlung am 30. September.
Karin Jung ist in Herisau zu Hause, verheiratet und seit Jahren politisch engagiert. Die 49-Jährige studierte berufsbegleitend Betriebswirtschaft und verfügt über einen Master in Public Management. Nach beruflichen Stationen beim KMU-Institut der Universität St. Gallen und beim Textilverband Schweiz führte ihr Weg in die öffentliche Verwaltung. Zunächst war sie in Appenzell Ausserrhoden für das Amt für Wirtschaft und Arbeit verantwortlich, danach übernahm sie dieselbe Aufgabe für den Kanton St. Gallen. «In den vergangenen Jahren durfte ich auf kommunaler und kantonaler Ebene politische Verantwortung übernehmen. Diese Erfahrungen möchte ich künftig als Regierungsrätin einbringen – mit grosser Motivation, aber auch mit Respekt vor der Verantwortung, die dieses Amt mit sich bringt», lässt sich Karin Jung im Communiqué zitieren. Seit 2014 ist sie Mitglied des Herisauer Einwohnerrats, den sie von 2020 bis 2022 präsidierte. 2023 wurde die FDP-Frau zusätzlich in den Kantonsrat gewählt, seit 2025 amtet sie als Präsidentin ihrer Fraktion. Darüber hinaus engagiert sie sich bei der Stiftung Dorfbild Herisau und war im Stiftungsrat des Frauenhauses St.Gallen tätig.
Sie habe ihre Bereitschaft zur Kandidatur sowohl gegenüber der Ortspartei Herisau als auch gegenüber der FDP Appenzell Ausserrhoden bekundet, schreibt Karin Jung in ihrer Mitteilung. Als Nächstes stelle sie sich den Gesprächen im Rahmen des parteiinternen Findungsprozesses.
«Unser Kanton hat viel Potenzial und starke Trümpfe: Die Wege sind kurz, persönliche Kontakte ermöglichen pragmatische Lösungen, innovative Unternehmen schaffen attraktive Arbeitsplätze und die Bevölkerung profitiert von hoher Lebensqualität. Diese Stärken möchte ich gemeinsam mit Menschen in unserem Kanton weiterentwickeln», erklärt Karin Jung in ihrem Schreiben vom Dienstag ihre Motivation für die Kandidatur in den Regierungsrat. Gute Rahmenbedingungen für die Bevölkerung und die Wirtschaft zu schaffen, betrachte sie demnach als zentrale Aufgabe der Politik. Da die Ressorts im Regierungsrat nach dem Altersprinzip vergeben werden, ist allerdings noch nicht gewiss, ob Jung bei einer allfälligen Wahl auch tatsächlich das Departement Bau und Volkswirtschaft von Dölf Biasotto erbt.
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Karin Jung will in den Regierungsrat 2026
IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2026 2026-09-01 08:34:29
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