In Sibirien soll eine zweite Person an einer Lungenentzündung gestorben sein. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die russischen Behörden um Informationen dazu gebeten, nachdem ein Bericht geprüft und als glaubhaft eingeschätzt worden sei.
Wie berichtet, war am Freitag eine 28-jährige Wissenschaftlerin gestorben, die am Institut zur Bekämpfung von Pestkrankheiten in Irkutsk arbeitete. Nach Angaben der russischen Behörde ist die Frau nicht an einem Pesterreger gestorben, sondern an einer „Lungenentzündung unbekannter Herkunft“. Es gibt jedoch Zweifel an dieser Darstellung.US-Präsident Donald Trump sagte am Dienstag, dass er wegen des undurchsichtigen Krankheitsfalls, mit Russlands Präsident Wladimir Putin telefonieren wolle. Einen Termin gibt es aber bisher nicht. Es sei unklar, wann es stattfinden werde, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Ein Gespräch könne aber schnell arrangiert werden. Seit Jahresbeginn gab es laut der russischen Regierung fünf Telefonate der beiden Präsidenten.„Kein Zusammenhang mit Biowaffe“Trump geht laut eigener Aussage nicht davon aus, dass der Tod der Wissenschaftlerin im Zusammenhang mit einer Biowaffe steht. Man werde es bald herausfinden, sagte er. „China hat nicht viel gesagt, und Russland sagt auch nicht viel. Aber sie sagen, dass sie die Lage sehr gut im Griff haben.“ Zuvor hatte das US-Außenministerium die russischen Behörden bereits aufgefordert, Informationen schnell und transparent mitzuteilen.Diese teilten am Mittwoch wiederum mit, die Reihenuntersuchungen von Kontaktpersonen der Forscherin fast abgeschlossen zu haben. 90 Prozent der Personen unter Beobachtung seien untersucht worden. Man habe keine Gesundheitsbeeinträchtigungen im Zusammenhang mit Infektionskrankheiten festgestellt. Fast 5000 Labortests seien durchgeführt worden. Es gebe kein Seuchenrisiko, wurde betont. Russland habe auch die WHO regelkonform über den Vorfall informiert.Lungenpest ist eine schwere Form der durch das Bakterium pestis verursachten Pest. Sie kann entstehen, wenn sich die Infektion auf die Lunge ausbreitet. Die Erkrankung ist grundsätzlich mit Antibiotika behandelbar, aber nur, wenn die Therapie früh beginnt.
Labor in Sibirien – Pestverdacht: Bericht über weiteren Todesfall 2026
IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2026 2026-10-08 05:41:26
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