4,40 Euro für einen Tee, den man sich auch noch selbst zubereiten muss – das stieß einem Bahnfahrer kürzlich sauer auf. Auch, dass es im Automaten kein Bier gibt. Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) argumentieren mit Jugendschutz und höherem logistischen Aufwand.
Fritz K. aus Mödling freute sich auf eine entspannte Bahnfahrt nach Salzburg zu einem Geschäftstermin – mit einem gemütlichen Plätzchen im Zug und im Idealfall einem Bierchen im Speisewagen. Doch daraus wurde nichts. Denn der Speisewagen war gar nicht erst mit an Bord.Nur Softdrinks und Snacks – aber kein BierAlso machte er sich auf die Suche nach einem Getränkeautomaten. Den fand er auch – und damit gleich die nächste Überraschung. Es gab nur Softdrinks und Snacks. Und Teesackerl, bei denen Herr K. seinen Augen nicht traute. Denn eines kostete 4,40 Euro. Als der Schaffner kam, fragte K. kurzerhand nach: „Wie soll ich mir denn hier den Tee machen, wenn ich nur das Teesackerl aus dem Automaten kaufe?“ Der Zugbegleiter verwies auf den Kaffeeautomaten daneben. Dort könne er sich einen Becher und gratis heißes Wasser nehmen. „Das ist doch Wucher. 4,40 Euro für einen Tee, den ich mir dann auch noch selbst machen muss?“, ärgert sich K. „Danke, ÖBB.“So argumentieren die ÖBBVonseiten der ÖBB wird der Preis mit den besonderen Bedingungen im Zug wie höherer logistischer und organisatorischer Aufwand begründet. Die Preisgestaltung orientiere sich grundsätzlich an vergleichbaren Angeboten in der Bahnbranche.Und warum kein Bier? Bei den Automaten könne der Jugendschutz beim Verkauf von Alkohol gemäß Gewerbeordnung nicht kontrolliert werden. Deshalb müsse auf den Alkoholverkauf verzichtet werden.Fazit für Fritz K.: Salzburg wurde erreicht – auch ohne Bier. Dieses wird er sich bei der nächsten Zugfahrt zur Sicherheit gleich selbst mitnehmen.
„Danke, ÖBB!“ – Kein Bier im Zug, dafür Teesackerl für 4,40 Euro! 2026
IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2026 2026-09-25 03:32:45
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