Alte Spannungen, eine kaputte Autotür, ein Prozess vor dem Bezirksgericht und schwere Vorwürfe: Der Konflikt zwischen zwei Ex-Kollegen geriet in Tirol vollkommen außer Kontrolle – samt massiver psychischer Belastung.
Sie waren vor einigen Jahren im selben Unternehmen in Tirol tätig, hatten schon damals die eine oder andere Meinungsverschiedenheit und konnten sich irgendwie nie richtig riechen. Doch im Sommer des Vorjahres erreichte der Konflikt schließlich seinen Höhepunkt.„Er hat mutwillig die hintere Tür meines Autos beschädigt. Laut Kostenvoranschlag einer Werkstatt entstand ein Sachschaden von knapp 3800 Euro“, erzählt ein 36-Jähriger der „Krone“. Warum, ist zumindest für ihn nicht erklärbar. „Am Tattag gab es weder eine Auseinandersetzung noch einen erkennbaren Auslöser“, zeigt sich der gebürtige Deutsche verwundert.Schuld eingestanden, aber keine WiedergutmachungWegen vorsätzlicher Sachbeschädigung landete der mutmaßliche Verursacher des Schadens sogar vor Gericht, übernahm dort die Verantwortung und kam außergerichtlich mit einer Geldbuße von 1000 Euro davon. Die Schadenersatzansprüche des BMW-Fahrers wurden vom Bezirksgericht Kufstein allerdings auf den Zivilweg verwiesen.Angebliche Bedrohungen heizen Konflikt weiter anDoch bis heute konnte keine Einigung erzielt werden. „Statt einer raschen Klärung kam es zu anhaltenden Streitigkeiten“, betont der 36-Jährige. Mehrmals soll der ehemalige Arbeitskollege in seinem Geschäft aufgetaucht sein und sich dabei äußerst aggressiv verhalten haben. „Auch sein Bruder hat mich nach meinem Empfinden massiv bedroht“, so der Betroffene, der deshalb bei der Polizei sogar Anzeige wegen Morddrohung erstattete.Allerdings habe er den Eindruck gewonnen, dass seine Schilderungen an die Staatsanwaltschaft nicht vollständig bzw. nicht in ihrer ursprünglichen Intensität weitergegeben worden seien. Der Mann, der aufgrund einer Krebserkrankung gesundheitlich eingeschränkt ist, fühlt sich zunehmend psychisch belastet.Ob der Streit jemals beigelegt und der entstandene Schaden ersetzt wird, ist derzeit ungewiss. Der Fall zeigt jedoch deutlich, wie sich ein zunächst eindeutig wirkender Sachverhalt zu einer komplexen und emotional aufgeladenen Auseinandersetzung entwickeln kann.
„Psychische Belastung“ – Pkw beschädigt: Streit unter Ex-Kollegen eskaliert 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-03-23 18:07:16
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