Die Landsgemeinde bewilligte am 28. April 2019 einen Rahmenkredit von 19,8 Millionen Franken für ein neues Verwaltungsgebäude. Dieses hätte für mehrere Verwaltungsstellen und die Gerichte die angespannte räumliche Situation lösen sollen. Das Baugesuch für das neue Verwaltungsgebäude wurde im Februar 2023 eingereicht. Die Baukommission Inneres Land Appenzell Innerrhoden hiess im Februar 2025 drei von vier Einsprachen gegen das Vorhaben gut. Das Bau- und Umweltdepartement erhob dagegen Rekurs bei der Standeskommission.
Im Rahmen des hängigen Rekursverfahrens holte die Standeskommission ein gemeinsames Gutachten bei der eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) und der eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege (EKD) ein. Dieses Gutachten liegt nun vor. Die beiden eidgenössischen Kommissionen kommen zum Schluss, dass das geplante Bauvorhaben zu einer schwerwiegenden Beeinträchtigung des Ortsbildes von nationaler Bedeutung führen würde. Nach ihrer Beurteilung widerspricht das Vorhaben den Schutzzielen hinsichtlich der historischen Bausubstanz, der kleinteiligen Parzellen- und Gebäudestruktur, der ortstypischen Massstäblichkeit sowie der charakteristischen Übergangssituation zwischen Dorfkern und Ziel.
Rückzug der Rekurse
Das Innerrhoder Bau- und Umweltdepartement ziehe die Rekurse gegen die Einspracheentscheide der Baukommission Inneres Land aufgrund des klaren gutachterlichen Ergebnisses zurück, heisst es in der Medienmitteilung der Ratskanzlei. «Die Rekursverfahren und damit auch das bisherige Projekt sind folglich beendet», schreibt die Standeskommission.
Umsetzung der Eventualplanung
Das Bau- und Umweltdepartement Appenzell Innerrhoden prüfe nun in Bezug auf den Neubau eines Verwaltungsgebäudes mögliche Optionen, wie es weiter heisst, es werde diese der Standeskommission unterbreiten. Damit sich die aktuelle Raumnot der Verwaltung des Kantons Appenzell Innerrhoden nicht weiter verschärft, soll die bereits vor Eintreffen des Gutachtens im Rahmen einer Eventualplanung begonnene Lösungssuche vorangetrieben werden.
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Projekt Verwaltungsneubau eingestellt 2026
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