Zwei verfeindete Mafia-Banden ziehen eine Blutspur quer durch Europa bis nach Österreich. Jetzt gab es einen Doppelschlag der Ermittler! Ein Pate verlor seine „Luxus-Spielzeuge“ wie einen gegen Attentate kugelsicher gepanzerter Mercedes-Geländewagen. Und der dem rivalisierenden Clan zugerechnete Wiener „Weihnachts-Auftragsmörder“ wurde aus Italien ausgeliefert.
Der erste Polizeierfolg betrifft den Boss des berüchtigten montenegrinischen „Kavac-Clans“. Er soll für den tonnenweisen Schmuggel von Drogen aus Südamerika nach Europa verantwortlich sein. Mindestens 85 Kilo Kokain sollen auch in Österreich gelandet sein. Der 43-Jährige steht deshalb bei uns seit mehr als drei Jahren auf der „Most Wanted“-Liste.Für zielführende Hinweise zur Festnahme des abgetauchten Radoje Zvicer gibt es vom heimischen Bundeskriminalamt ein Kopfgeld von 20.000 Euro. Der Verdächtige hat 15 Alias-Namen bzw. gefälschte Identitäten.Pate und Ehefrau verlieren „Luxus-Spielzeuge“Doch die Schlinge zieht sich offenbar langsam zu. Jetzt haben Polizeibehörden in seiner Heimat die „Luxus-Spielzeuge“ des flüchtigen Paten bzw. dessen Ehefrau Tamara im Visier. Es besteht der Verdacht, dass diese durch Straftaten finanziert worden sind. Mehrere Nobelschlitten im Gesamtwert von 1,5 Millionen Euro wurden jedenfalls im Exil in der Schweiz bei Durchsuchungen diverser Villen und Garagen beschlagnahmt.Unter den sichergestellten Fahrzeugen sticht besonders ein gegen Schussattentate mit schwerer Panzerung ausgerüsteter Geländewagen Mercedes G 500 hervor.Aus besten Freunden wurden ziemlich beste FeindeDer „Kavac“-Chef liefert sich seit Jahren einen blutigen Krieg mit einer anderen montenegrinischen Mafia-Bande, dem „Škaljari-Clan“. Aus ziemlich besten Freunden wurden ziemlich beste Feinde. Hintergrund für die Fehde beider Clans, die sich einst in der Küstenstadt Kotor gegründet hatten, ist der Diebstahl einer Lieferung von 200 Kilo Suchtgift. Der Vertrauensbruch zieht seit Jahren quer durch Europa eine Blutspur mit unzähligen Auftragsmorden nach sich.Zehn Schüsse peitschen durch das Herz WiensZu einem spektakulären Attentat kommt es auch im Herzen Wiens. Und das steht jetzt endgültig vor der Klärung. Es ist die späte Sühne für einen spektakulären Mordanschlag drei Tage vor dem Heiligen Abend 2018 mitten am helllichten Tag in der Innenstadt.Als zwei Mafiosi des „Kavac-Clans“ nach einem Mittagessen in einem auch bei Touristen beliebten Lokal durch einen dunklen Durchgang gehen, peitschen mindestens zehn Schüsse. Panik bricht aus. Ein damals 32-Jähriger wird mit sieben Treffen in Kopf und Oberkörper regelrecht hingerichtet. Sein jüngerer Begleiter überlebt das Attentat knapp.Der lange Arm der Mafia reicht bis ins GefängnisDer Auftragskiller wird dem rivalisierenden „Škaljari-Clan“ zugerechnet. Er wartet jetzt in einem österreichischen Gefängnis fast acht Jahre später auf seinen Prozess. Offiziell bestätigen wollen die österreichischen Sicherheitsbehörden die Auslieferung aus Italien freilich nicht: „Kein Kommentar“, heißt es dazu etwa aus dem Bundeskriminalamt. Denn auch hinter Gittern lebt es sich gefährlich: Der Arm der Mafia ist lang …„Geist“ vor Gesichts-Operation festgenommenSchon die Vorgeschichte, die zur Festnahme des 32-jährigen Montenegriners wegen Verdacht des Mordes im italienischen Badeort Rimini im heurigen Sommer führt, ist filmreif. An der Adriaküste, will sich Mili Bajrmović, Spitzname „Smrt“, der in seiner Heimat bereits wegen eines anderen Tötungsdelikts zu 40 Jahren Haft verurteilt worden war, einer Gesichts-Operation unterziehen.Die Ausdauer der heimischen Zielfahnder und ein letztlich kleiner Fehler werden ihm zum Verhängnis. Wie berichtet, zieht er kurz den Vorhang seines Verstecks zur Seite und zeigt dadurch sein noch nicht verändertes Aussehen. Beim Zugriff werden Geld, Pass und sechs Handys gefunden. Jetzt droht Lebenslang.
Schlag gegen 2 Banden: – Killer ausgeliefert ++ Luxusautos beschlagnahmt 2026
IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2026 2026-09-27 16:21:42
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