Nach ergebnislosen Gesprächen in Islamabad verschärfen die USA den Druck auf den Iran: Seit Montag, 16 Uhr blockiert das US-Militär die Straße von Hormuz. Teheran warnt vor weiterer Eskalation, während die Ölpreise steigen. Europa setzt derweil auf Diplomatie und plant eine internationale Schutzmission.
Aufgrund der vorerst gescheiterten Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran in der Hauptstadt Pakistans hat US-Präsident Donald Trump einen schärferen Ton angeschlagen. Bei der Social-Media-Plattform X hatte er eine Blockade der Straße von Hormuz angekündigt. Das US-Militär soll die Straße nun seit Montag, 16 Uhr für Schiffe aller Nationen abriegeln, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen wollen. Der Iran kommentierte den Schritt als „Akt der Piraterie“.Trump drohte am Montag nach der Errichtung der Sperre bei der konservativen Social-Media-Plattform Truth Social damit, dass jedes Schiff, das sich der US-Blockade „auch nur nähere, sofort mit dem gleichen Tötungssystem eliminiert werde, das die USA gegen Drogenschiffe anwenden“ würden.“The United States to Blockade Ships Entering or Exiting Iranian Ports on April 13 at 10:00 A.M. ET. Thank you for your attention to this matter!” – President Donald J. Trump pic.twitter.com/gUBqyUGs1G— The White House (@WhiteHouse) April 13, 2026 Am Sonntag war davon die Rede, dass die US-Marine jedes Schiff „abfangen“ werde, das Iran für die Durchfahrt bezahlt hat. Der Iran hingegen hat mit Androhungen von Angriffen und einer begrenzten Anzahl von Minen ein „Gefahrengebiet“ über die gesamte Straße von Hormuz erklärt. Ausnahme davon sind die iranischen Hoheitsgewässer, wo der Iran Gebühren verhängt.Das Institute for the Study of War (ISW) erklärte dazu auf der Plattform X, dass derzeit nur Schiffe durch die Straße von Hormuz fahren würden, die vom Iran genehmigt oder iranische Schiffe sind. Die genehmigten Schiffe nehmen dabei an dem Schutzgeldsystem des Irans teil und nutzen das einseitig vom Iran auferlegte Verkehrstrennungsschema, das Schiffe in iranische Hoheitsgewässer zwinge.Die Karte zeigt die Blockade der Straße von Hormuz seit Anfang März durch Iran. Es werden vom Iran bestimmte Routen, derzeitige Routen und ein Risikogebiet laut Iran dargestellt. Die USA kündigen ebenfalls eine Blockade an. Quelle: ISW.if(!window.apaResc)window.apaResc=e=>{window.addEventListener(„message“,a=>{const s=a.data;if(s[e])Array.from(document.getElementsByClassName(e)).forEach(a=>{a.style.height=s[e]+“px“})})};apaResc(„apa-0465-26“);Iran spottet über SpritpreiseDer US-Präsident schließt auch einzelne Militärschläge, um die Gespräche mit dem Iran wieder in Gang zu bringen, nicht aus. Das berichtete das „Wall Street Journal“. Die Preise für Öl schossen derweil wieder in die Höhe und Irans Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf spottete auf der Plattform X an die US-Bevölkerung gerichtet: „Habt Spaß mit den aktuellen Spritpreisen.“ Tatsächlich war der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni bei der Eröffnung zum heutigen Börsentag bei 102,50 US-Dollar, also 7,30 US-Dollar höher als vor den Verhandlungen.Trump will mit der Hormuz-Blockade verhindern, dass der Iran Gebühren von Reedereien für eine Durchfahrt durch die Meerenge verlangt und das Land gleichzeitig von Öleinnahmen abschneiden. Der Iran ist einer der größten Ölproduzenten der Welt. Die Straße von Hormuz ist daher auch für Teheran enorm wichtig, um seine Ölexporte an die internationalen Märkte zu bringen.Er hatte dem Iran ein Ultimatum gesetzt, den freien Schiffsverkehr wieder zu ermöglichen, und andernfalls mit Angriffen auf Kraftwerke und weitere Infrastruktur gedroht. Kurz vor Ablauf seiner Frist verständigten sich Washington und Teheran Mitte der Woche auf eine zweiwöchige Waffenruhe. Darauf folgten am Samstag direkte Verhandlungen der beiden Seiten unter Vermittlung Pakistans in Islamabad. Die endeten am frühen Sonntagmorgen allerdings ohne greifbares Ergebnis.Macron plant Konferenz für Hormuz-MissionFrankreich und Großbritannien wollen in den kommenden Tagen eine Konferenz für eine mögliche Mission in der Straße von Hormuz abhalten. Gemeinsam mit anderen Ländern, die an einem solchen friedlichen Einsatz mitwirken wollen, um die freie Schifffahrt in der Meeresenge wiederherzustellen, wolle man sich zusammensetzen, schrieb Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf der Plattform X.
„Sofort eliminiert“ – Trump blockiert Straße von Hormuz mit Militär 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-04-13 16:42:42
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