Noch bis Ende März 2027 soll die Produktion in grösserem Umfang als ursprünglich geplant fortgeführt werden, wie das Ausserrhoder Familienunternehmen mitteilte. Grund dafür seien zusätzliche Kundenbestellungen. Die Kündigungen und Austritte der 69 Mitarbeiter erfolgen zeitlich gestaffelt. Für die Betroffenen wurde gemeinsam mit dem Sachwalter ein freiwilliger Sozialplan verabschiedet.
Trotz intensiver Sanierungsbemühungen und Gesprächen mit Investoren konnte keine wirtschaftlich tragfähige Lösung für das Gesamtunternehmen gefunden werden. Als Gründe nennt die «Wagner AG» eine schwierige Nachfragesituation, erhebliche Überkapazitäten, internationalen Wettbewerbsdruck sowie die Rahmenbedingungen für die industrielle Produktion in der Schweiz. Auch zusätzliche Finanzmittel der Eigentümer konnten die Schliessung nicht verhindern.
Das am 23. September 2026 eingeleitete Konsultationsverfahren wurde am 9. Oktober 2026 abgeschlossen. Es seien keine Vorschläge eingegangen, die eine Anpassung der geordneten Schliessung ermöglicht hätten. «Die definitive Schliessung unseres Familienunternehmens ist für uns ein ausserordentlich schmerzhafter Schritt», wird CEO und Mitinhaber Silvan Halter in der Mitteilung zitiert. Er führt das über 80-jährige Familienunternehmen laut Mitteilung in dritter Generation. Ziel sei es nun, die Übergabe der Projekte sorgfältig abzuwickeln, die Mitarbeiter bei der Arbeitssuche zu unterstützen und einen fairen, geordneten Prozess sicherzustellen. Die Fortsetzung des Nachlassverfahrens bedarf noch der gerichtlichen Genehmigung sowie der späteren Zustimmung der Gläubiger.
Die «Wagner AG» ist unter anderem auf Metalldruckguss und Kunststoffspritzguss spezialisiert. Das Unternehmen beliefert etwa die Automobilindustrie sowie Firmen in den Sektoren Maschinen- und Anlagenbau.
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«Wagner AG» schliesst definitiv 2026
IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2026 2026-10-13 10:25:00
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