Die verschiedensten Worte zogen sich am Donnerstag und Freitag, 19. und 20. März, durch den Konzertabend – ob auf der Bühne, per Telefon, an der Schreibmaschine oder gesungen und musiziert. Unter der Leitung von Helen Moody waren rund 100 Lernende auf und hinter der Bühne an diesem Konzert der Kantonsschule Trogen beteiligt, darunter acht Musiklehrpersonen.
Chor, Orchester und Sologesang
Mit «I Can Be Blue, I Can Be Brown» leitete der Chor den Konzertabend in der Aula der Kanti Trogen ein. Hinter den Reihen des Publikums waren anfangs nur geflüsterte Worte zu hören, bevor der 50-köpfige Chor allmählich an Lautstärke gewann. Direkt im Anschluss übernahm das 25-köpfige Orchester, vielseitig besetzt mit Streich-, Blas- und Schlaginstrumenten. Zusätzlich zu Chor und Orchester begeisterten Sopranistin Frida Sailer und Bariton Nando Kuhn, die mit ihrem Sologesang dem Zusammenspiel zwischen Sprache und Musik zusätzliche Ausdruckskraft und Tiefe verliehen. Zwischendurch hob eine Schülerin oder ein Schüler immer wieder ein Telefon ab, aus dem schweizerdeutsche Ausdrücke in verschiedenen Dialekten erklangen.
Detaillierte Inszenierungen
Auf der Bühne befanden sich mit einzelnen Buchstaben versehene Kartonboxen, aus denen zur jeweiligen Musik passende Worte gebildet wurden. Besagte Letter wurden von Lernenden im Hintergrund abermals umgestellt und ausgetauscht. Zudem bediente sich der Chor in einem Lied neben dem Gesang der Gebärdensprache, wodurch die Worte visuell erfahrbar wurden und deutlich machten, dass auch Sprache Musik tragen kann. Während das Orchester Leroy Andersons «The Typewriter» spielte, tippte ein Kantischüler im Takt der Musik mit einer echten Schreibmaschine.
All diese zusätzlichen Inszenierungen erzeugten eine detailreiche Atmosphäre und machten die Verbindung zwischen Musik und Sprache für das Publikum besonders gut greifbar.
Viele Eltern, Freunde, Geschwister oder sonstige Interessierte fanden sich bereits vor Konzertbeginn in der Aula ein. Um die Wartezeit etwas zu überbrücken, wurden Snacks und Getränke bereitgestellt. Beim Einlass erhielten alle einen Flyer, auf dem eine kurze Information, das Programm und alle Mitwirkenden aufgeführt waren. Im Aufführungsbereich war es dunkel, «verschiedentönige» Lichter richteten sich auf die jeweils Musizierenden. Das Kantikonzert «Words» zeigte auf eindrückliche Weise, wie Musik die Bedeutung von Worten unterstreichen, verändern und verstärken kann. Nach dem Finale wurden sämtliche Mitwirkenden mit lang anhaltendem Applaus belohnt.
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Worte sind nicht einfach gleich Worte 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-03-27 09:00:32
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