«Für eine gesicherte und wohnortsnahe Physiotherapie im Kanton Appenzell Ausserrhoden», stand auf einem kleinen Plakat. Christian Wild, Präsident des Physioswiss-Regionalverbandes St. Gallen–Appenzell, hielt es in den Händen. 735 Menschen im Kanton würden dies fordern – so die Botschaft. Bis zum Übergabetermin der Petition war die Zahl online auf 772 Personen angewachsen. Im Namen des Departementes Gesundheit und Soziales nahm Sekretär Mathias Müller vor dem Regierungsgebäude in Herisau die Petition entgegen. Mit Yvonne Pfändler, Physiotherapeutin in Herisau, war ein zweites Vorstandsmitglied des Regionalverbandes am Anlass anwesend.
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Gesamtschweizerisch 112’000
Seit Mitte Juni waren Unterschriften gesammelt worden. «Schweizweit waren 100 000 das Ziel», erklärte Wild, Physiotherapeut in Teufen. 112’000 Personen haben nun in allen 26 Kantonen die Petition unterzeichnet – ein starkes Signal. In Innerrhoden kamen 340 Unterschriften zusammen, in St. Gallen 4555. «Am Mittwoch übergeben wir die Petition in St. Gallen», ergänzte Wild. In Appenzell Innerrhoden finde dieser Vorgang im Rahmen des jährlichen, im nächsten Monat terminierten Gesprächs mit Vertretungen des Gesundheits- und Sozialdepartements statt.
Es geht um Taxpunktwerte
Mit der Kampagne «100 Prozent geben. 70 Prozent bekommen. Finden Sie das gerecht?», weist der Verband Physioswiss auf die wirtschaftlich sehr angespannte Situation der Physiotherapie hin. Es geht um die Festsetzung der Taxpunktwerte, die für die tatsächliche Vergütung physiotherapeutischer Leistungen entscheidend sind. Konkret verlangt die Petition eine Erhöhung der Tarife für physiotherapeutische Leistungen um mindestens 30 Prozent. Damit sollen Physiotherapiepraxen ihre Betriebskosten decken und faire Löhne zahlen können. «Wir sind an vielen Fronten tätig und ein wichtiger Teil der Grundversorgung. Diese soll langfristig sichergestellt sein», sagte Verbandspräsident Wild. Die Physiotherapie sei chronisch unterfinanziert. «Sie ist nicht mehr die gleiche wie vor 30 Jahren.»
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