Die Wasserkorporationen von Rüte und Gonten, die Wasserversorgungen Haslen-Enggenhütten und Oberegg sowie die Energie- und Wasserversorgung Appenzell (EWA) fordern die Bevölkerung auf, sparsam mit Trinkwasser umzugehen. Die Trinkwasserversorgung im Kanton sei weiterhin sichergestellt, betonen die Innerrhoder Wasserversorger in ihrer gemeinsamen Medienmitteilung. Die niederschlagsarme Zeit mache sich aber bei den Quellschüttungen und Grundwasserständen noch immer bemerkbar.
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Bereits Mitte Juli haben die Wasserversorgungseinrichtungen der Kantone Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden die Bevölkerung zu einem bewussten Umgang mit Trinkwasser aufgerufen, um dazu beizutragen, die «Versorgungssicherheit auch bei einer länger andauernden Trockenperiode» zu gewährleisten («appenzell24» berichtete).
Zwar habe es in den vergangenen Tagen geregnet, bemerken die Innerrhoder Wasserversorger in ihrer Erklärung an die Presse, die Niederschläge seien jedoch zu gering ausgefallen, um die Wasserreserven ausreichend aufzufüllen. Für eine nachhaltige Entspannung wären ergiebige Niederschläge über mehrere Tage notwendig, heisst es weiter. Es bestehe im Kanton derzeit kein Versorgungsengpass, im Sinn einer vorsorglichen Massnahme würden aber die mit Trinkwasser gespeisten öffentlichen Brunnen vorübergehend abgestellt. In Betrieb genommen würden sie wieder, sobald es die Versorgungslage zulässt, schreiben die Verantwortlichen. Seit Dienstag, 13. Oktober, fliesst kein Wasser mehr. Betroffen seien alle Brunnen mit Trinkwasser ausser jener in der Hauptgasse zwischen Kreuzkapelle und «Flade», erklärt die EWA auf Anfrage. Die ohne Trinkwasser gespeisten Brunnen, etwa jene für die Viehwirtschaft, sind nicht betroffen. Dennoch ein einschneidender Schritt, vor allem für Freizeitsportler, die ihre Flaschen nicht mehr auffüllen können – und Touristen, die auf eine etwas leblosere Kulisse treffen.
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Neben der Ausserbetriebnahme der Trinkwasserbrunnen setzen die Innerrhoder Wasserversorgungen weiterhin auf die Eigenverantwortung der Bevölkerung. Den Wasserverbrauch reduzieren könne man insbesondere mit der Reparatur tropfender Wasserhähne und undichter Spülkästen sowie dem Verzicht auf das Waschen von Autos, Vorplätzen und Terrassen mit Trinkwasser. Gärten und Pflanzen sollen nur bei Bedarf und wenn möglich mit gesammeltem Regenwasser bewässert werden. Als weitere bewährte Massnahmen genannt werden, kurz zu duschen statt zu baden, das Wasser beim Einseifen oder Zähneputzen abzustellen sowie Waschmaschinen und Geschirrspüler nur vollständig beladen laufen zu lassen.
Sollten weitere Massnahmen notwendig werden, wird die Bevölkerung rechtzeitig informiert, wie es in der Medienmitteilung heisst. Für eine Entspannung der aktuellen Situation seien lang anhaltende Niederschläge notwendig.
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