Präsidentin Bernadette Vinzent eröffnete die Hauptversammlung im APZ mit einem Rückblick auf das vergangene Vereinsjahr. Insbesondere hob sie das 15-jährige Vereinsbestehen hervor, das mit einem Stand am «Chlösler», verbunden mit einem Wettbewerb, gefeiert wurde.
Die Einsätze werden von den beiden Stellenleiterinnen Christa Ebneter und Claudia Räss koordiniert. «Wir hatten ein erfolgreiches Jahr», sagte Christa Ebneter an der HV. Es seien über 400 Stunden Begleitungen geleistet worden. Mit Andrea Manser, Bernadette Signer, Ulrike Läubli, Claudia Kölbener und Däni Casoll sind 5 neue Begleiterinnen in den Verein eingetreten, sodass zurzeit 26 Frauen und Männer ehrenamtlich auf Abruf bereit sind für einen Einsatz.
«Vom Glück des Augenblicks»
Seit der Gründung des Vereins, das heisst seit 15 Jahren, engagieren sich Bernadette Dobler, Erica Koller und Cornelia Broger als Begleiterinnnen. Für ihr langjähriges Engagement wurden sie speziell geehrt. Seit über 10 Jahren sind im Hospiz-Dienst tätig: Käthi Christoffel, Christa Ebneter, Karin Fässler, Dorothe Gmünder, Marie-Louise Inauen, Paula Räss, Ernst Mettler, Erich Hohl und Remigius Wagner. Als kleine Anerkennung für die wertvolle Arbeit wurde jeder Begleiterin und jedem Begleiter ein Blumenpräsent überreicht.
Speziell wies die Präsidentin darauf hin, dass von den vier Gründungsmitgliedern immer noch drei für den Verein tätig sind, nämlich Bruno Koster, Vreni Peterer und Bernadette Vinzent, sowie die erste Präsidentin Luzia Manser.
Nach der speditiv abgehaltenen Versammlung ging das Wort an Mark Riklin, der mit seinen erfrischenden Gedanken den Blick der Zuhörenden auf die kleinen Glücksmomente im Alltag leitete. 2023 gründete er die Meldestelle für Glücksmomente. Zu Beginn seines Vortrags legte er aus der Schublade seines kleinen Tischchens einen Teil seiner über 40 Meter langen Papierrolle auf dem Boden aus. Darauf hat er -zig eigene Glücksmomente und viele der Meldestelle gesammelt – und die Liste wächst weiter. Die Glücksmomente können sehr unterschiedlich sein wie: «Heuer zum ersten Mal barfuss gegangen.» «Mein Sohn hat gelernt, die Schuhe zu binden.» «Ich staune über unser Ehejubiläum.» «Die Fliege flog zum Fenster raus.» Oder Glück im Unglück: «Die Zahnarztrechnung ist nicht so hoch wie befürchtet.»
«Leider werden wir von ‹Bad News› überschwemmt. Eine Zeitung ohne sie würde nur noch aus sehr wenig Papier bestehen», sagte Riklin. Er hat sich deshalb selbst eine Nachrichtendiät verschrieben. Es komme auf die Dosis an, die man sich zumutet. Er erwähnte die Internetseite «Good News», die Nachrichten verbreitet, die zuversichtlich stimmen. Man müsse sich nur selbst darum kümmern. Glück stifte realistische Zuversicht, was wiederum glücklich mache.
Das Amt für Zuversicht
Erstaunt hat den Referenten, dass es für die überaus wichtige und Gesundheit stiftende Zuversicht kein Amt gibt. Das hat er deshalb selbst an die Hand genommen und zieht mit seinem Tischchen und einem Schild «Amt für Zuversicht» in Rathäuser, Bahnhöfe, Banken etc. Er stellt es zum Beispiel in Fenster von Zügen, auf Rolltreppen oder in Tiefgaragen. Als Journalist interessieren ihn die Reaktionen der Menschen darauf.
«Glück ist subjektiv und abhängig von unseren Erwartungen. Wenn sie hoch sind, könnten wir enttäuscht sein, sind sie niedrig, erleben wir eventuell bereits Glück», so der Glücksforscher, Philosoph und Soziologe Mark Riklin. Die eigene Situation verändere den Blickwinkel. Glück sei für einen Obdachlosen oder Gefangenen nicht dasselbe wie für eine Hospizbegleiterin. Riklin empfiehlt, ein Glückstagebuch zu führen, denn Zufriedenheit könne man üben. Das grosse Glück sei wohl eher vom Schicksal bestimmt, das kleine könne man üben, indem man die Möglichkeiten erkenne. Er beendete seinen eindrücklichen, kurzweiligen Vortrag mit einem Zitat von François Lelord: «Das kleine Glück ist deine Sichtweise auf die Dinge.»
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Langjährige Freiwillige wurden geehrt 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-03-28 08:25:00
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