Schockierender Vorfall in Wien-Hernals am Gründonnerstag: Eva S. soll von einem Lieferando-Fahrer sexuell belästigt worden sein. Was mit einer Katzenfutter-Bestellung anfing, endete in einer polizeilichen Ermittlung.
Der Schock sitzt noch tief. Eva (Name von der Redaktion geändert) kann noch immer nicht ganz glauben, was ihr am Donnerstagvormittag in ihren eigenen vier Wänden passiert ist. Dabei hatte der Tag so unscheinbar angefangen. „Ich habe Katzenfutter auf Lieferando bestellt“, so fing das Unfassbare, diese völlig skurrile Geschichte an. Einige Minuten später stand auch schon der Lieferant vor der Tür der Wissenschafterin. Als es klingelte, sprang der kleine „Momo“ wie so oft auf die Schultern der 35-Jährigen – eine liebgewonnene Angewohnheit der beiden.„Darf ich sie streicheln?“Während Eva das Futter entgegennahm, dürfte der Fahrer mit dem Vierbeiner auf ihrer Schulter geliebäugelt haben. „Darf ich sie streicheln?“, fragt er. Die 35-Jährige willigt ein. Plötzlich spürt sie jedoch eine Hand auf ihrem Busen. „Ich habe mich erschreckt, aber angenommen, dass es beim Streicheln der Katze einfach unabsichtlich passiert ist“, schildert sie im Gespräch mit der „Krone“. Der Mann mit Akzent und den dunklen Haaren bittet, die Toilette benutzen zu dürfen. In ihrer Gutmütigkeit willigt Eva ein. Sie dachte sich, dass der Job als Lieferant auch herausfordernd und nicht das „Gelbe vom Ei“ ist … Und dann soll es zu dieser Situation gekommen sein: „Er ging auf die Toilette“, schildert die Katzenmama. Situation eskalierte völligWas danach passiert sein soll, spielt sich immer und immer wieder im Kopf der 35-Jährigen ab: Der Typ soll seine Notdurft bei offener Tür verrichtet, dann die Toilette verlassen haben – in voller (aus seiner Sicht) Manneskraft. Er präsentierte offenbar vollkommen ungeniert sein (erregtes) Genital und grinste wie ein Hutschpferd. Völlig entblößt stand der Lieferant stillschweigend vor Eva, erzählt sie. Sie ergriff die Flucht ins Schlafzimmer. „Bitte geh weg!“, erinnert sie sich, geschrien zu haben. Der Mann zieht sich kurz auf die Toilette zurück, aber: „Er tat so, als ob er sich noch einmal erleichtern müsse, doch dann kam er wieder mit offener Hose raus“. Erneut bittet die Wissenschafterin den Täter, die Wohnung zu verlassen. Dieser murmelt schließlich ein „Entschuldigung“ und ergreift die Flucht.Verzweifelt, angewidert und völlig traumatisiert ruft die 35-Jährige sofort den Frauennotruf, dieser rät ihr, sich umgehend bei der Polizei zu melden. Wenige Stunden später steht auch schon die Spurensicherung vor der Tür.Die Wiener Polizei bestätigt den Vorfall in Wien-Hernals um 11.40 Uhr. Ermittelt wird gemäß Paragraf 218 StGB, sprich sexuelle Belästigung mit geschlechtlicher Handlung. Bis zu sechs Monate Haft drohen bei einer Verurteilung. Vorausgesetzt, der mutmaßliche Täter im Lieferando-Fall wird erwischt. Die Fahndung nach ihm läuft auf Hochtouren. „Wir bedauern“Eva versuchte bereits kurz nach der Tat bei Lieferando Informationen einzuholen, was den Mann betrifft. Vergebens. Der Arbeitgeber des Lieferanten hüllte sich der 35-Jährigen gegenüber vorerst in Schweigen, was seine Identität betrifft. Irgendwann am Karfreitag meldete sich dann doch eine Dame aus der Abteilung Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit von Lieferando Austria – die Leiterin, wie sie schreibt. „Wir bedauern den von Ihnen geschilderten Vorfall zutiefst und möchten als Unternehmen dazu beitragen, die Angelegenheit schnellstmöglich aufzuklären und die Behörden dabei zu unterstützen. Bitte schildern Sie uns den Vorfall erneut.“ Es wird um einige Informationen gebeten: Bestellnummer, Kopie der Anzeige (falls vorhanden).Die Wissenschafterin wird alles daran setzen, die Behörden zu unterstützen, um den „Lieferanten“ aus dem Verkehr zu ziehen. Denn eines ist ihr am Ende des Tages klar geworden: „Meine Freiheit, alleine zu sein, wurde mir genommen.“
Wienerin (35) bedrängt – Essenslieferant wird übergriffig und entblößt sich 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-04-03 14:47:49
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