Vom 25. bis 28. März trafen sich Kinder aus verschiedenen Regionen der Schweiz zur Kinderkonferenz in Trogen. Die Schülerinnen und Schüler aus der 4. bis 6. Primarschulklasse setzten sich mit ihren Rechten auseinander, brachten dabei unterschiedliche Lebensrealitäten und Perspektiven ein und erarbeiteten Forderungen an Gesellschaft und Politik. Im Fokus standen Themen, die sie im Alltag beschäftigen: von Schule und Leistungsdruck bis hin zu mentaler Gesundheit, Umwelt und dem Zusammenleben.
Weniger Belastung, mehr Halt
Mit non-formalen Methoden wurden die Mädchen und Buben im Kinderdorf Pestalozzi zunächst für ihre Rechte sensibilisiert. Aus diesen Diskussionen sind zentrale Anliegen entstanden, welche die Kinder in konkreten Forderungen klar benannt haben.
– Mehr Mitbestimmung: Kinder wollen ernst genommen werden und ihre Meinung in Schule, Alltag und Politik einbringen können. Entscheidungen sollen nicht ausschliesslich über ihre Köpfe hinweg getroffen werden.
– Weniger Leistungsdruck: Schule soll ein Ort sein, an dem Lernen Freude macht. Die Kinder wünschen sich weniger Stress, mehr Unterstützung und Zeit für Erholung.
– Stärkung der mentalen Gesundheit: Themen wie Stress, Überforderung oder Mobbing beschäftigen viele. Gefordert werden mehr Anlaufstellen und ein offener Umgang mit psychischem Wohlbefinden von Kindern.
– Engagement für Umwelt und Zukunft: Die Kinder erwarten, dass ihre Zukunft ernst genommen wird und konkrete Schritte für den Umwelt- und Klimaschutz folgen.
Vorstellung der Anliegen
Die Kinder haben mit ihren klaren Forderungen einmal mehr gezeigt, dass sie die wahren Experten für ihre eigenen Lebenswelten sind. An der Abschlussveranstaltung im Kinderdorf Pestalozzi in Trogen präsentierten sie ihre Anliegen vor rund 100 Erwachsenen und machten so ihre Rechte, Bedürfnisse und Wünsche unmissverständlich sichtbar.
Kinderrechte nach Bern tragen
Ein weiterer wichtiger Schritt folgt im Frühjahr: Gemeinsam mit der Kinderkonferenz Westschweiz bringen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Forderungen ins Bundeshaus und diskutieren sie direkt mit Parlamentarierinnen und Parlamentariern. Damit erhalten ihre Anliegen aus der Kinderkonferenz eine politische Stimme auf nationaler Ebene.
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Kinder benennen, was sich ändern muss 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-04-05 07:14:00
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