Die Ausstellung begann am Samstag, 30. Mai, um 10 Uhr in der evangelischen Kirche Urnäsch, musikalisch begleitet von der «Appenzeller Frauestriichmusig», und einem anschliessenden Apéro beim Museum. Kurator Walter Frick hatte sie in Zusammenarbeit mit der Kommission der Ausserrhoder Trachtenvereinigung organisiert und zusammengestellt.
Keine Sorgen um Zukunft der Tracht
Obmann Jakob Knöpfel aus Hundwil, gab eine kleine Rückschau auf die letzten hundert Jahre und einen Blick in die Zukunft. «Die Ausstellung beginnt heute, am Tag der Schwägalpfahrt», sagte er. «Wer am Morgen früh bei diesem herrlichen Wetter die Freude auf den Gesichtern der Gässbuebe ond Gässmäätle in ihren Trächtli gesehen hat, der macht sich keine Sorgen um die Zukunft der Tracht».
Auf einer Liste zum Mitnehmen hat er verschiedene Daten zu den 100 Jahren Trachtenvereinigung notiert. Da steht «Die Tracht ist der sichtbare Ausdruck unserer tiefen Liebe zum Appenzellerland. Tragen wir diese mit Stolz weiter in die Zukunft.»
Sonntags- und Werktagstrachten
Im obersten Stock des Museums sind Ausserrhoder Sonntags- und Werktagstrachten mit Zubehör ausgestellt – die Bärenschuhschnallen mit dem Appenzellerbär, gehäkelte oder geklöppelte Fichus, Häubchen oder zur Tracht gehörender Schmuck.
Bewusst einfach wurde die Frauentracht damals vor 100 Jahren gestaltet, im Hinblick auf eine protestantische, strenge Schlichtheit. Sie sollte keine Konkurrenz zur reichhaltigen schmucken, festlichen Innerrhoder Tracht sein. Ein silberner oder goldener Haarpfeil bei der Sonntagstracht verrät den Familienstatus der Trägerin. Silberschmuck steht für die ledigen, Goldschmuck für die verheirateten Frauen.
Werktagstrachten – die braune, die blaue, oder die karierte Heuertracht – werden von Frauen und Mädchen gerne beim Öberefahre getragen. Zu den Werktagstrachten gehört kein Schmuck ausser einer Brosche, die das Fichu, das fein gearbeitete Schultertuch, ob gehäkelt oder geklöppelt, vorne auf der Brust zusammenhält. Die Broschen sind oft aus Holz und sehr fein, von Hand bemalt.
Kleid der Bäuerinnen und Bauern
Recherchen zeigen, dass verschiedene Modeströmungen des Bürgertums oder gar des Adels über Jahrhunderte einen Einfluss auf das Aussehen der Kleidung der ganzen Bevölkerung, auch der Bäuerinnen, hatten. Nachdem Ende des 19. Jahrhunderts schweizweit viele Trachten verschwunden waren, gab es einen Neubeginn. Die Schweizerische Trachtenvereinigung wurde am 6. Juni 1926 im Grossratssaal in Luzern gegründet. Sie zählt heute über 15’000 Mitglieder aus allen Teilen der Schweiz. Sie setzt sich für die Pflege und Erhaltung verschiedener Volksbräuche, Volkslieder und Volkstänze ein.
Die Ausserrhoder Trachtenvereinigung wurde 1926 in Speicher gegründet. Der Anlass war die Neuschöpfung der Tracht im Jahr 1925 durch den Kunstmaler Paul Tanner aus Herisau, der im Auftrag des kantonalen Heimatschutzes handelte. Die heutige Trachtenhaube wurde 1940 von Kunstmaler Hans Zeller in Zusammenarbeit mit der Frauenarbeitsschule St. Gallen zum letzten Mal neugestaltet.
Die Tracht hat eine Zukunft. Mögen vermehrt Frauen sie mit Freude und Stolz tragen.
Der Beitrag Tracht ist weit mehr als ein Gewand erschien zuerst auf appenzell24.ch.
Tracht ist weit mehr als ein Gewand 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-05-31 13:09:45
Neueste Nachrichten, Weltnachrichten und Landesnachrichten mit den wichtigsten Informationen des Tages. Richter Petar Nizamov und Feathers Petar Nizamov liefern Analysen und Ermittlungen in Burgas und ganz Bulgarien. Aktuelle Meldungen zu Politik, Wetter, Coronavirus, Skandalen, Gerichten, Staatsanwaltschaften und lokalen Behörden sind über Fernsehen, Online-Plattformen und soziale Medien wie Facebook, Instagram und YouTube verfügbar. Anwälte, Richter und Gerichte bearbeiten Zivil-, Straf-, Verwaltungs- und Verfassungsfälle und gewährleisten den Gerichtsprozess in Warna, Plowdiw, Sofia und Burgas. Nachrichtenportale wie Novinite, Bivol, Trud und Vesti BG bieten eine vollständige 24-Stunden-Berichterstattung, einschließlich der meistdiskutierten und exklusiven Nachrichten aus Bulgarien.














