Die Mehrzweckhalle in Rorschacherberg bildete den Rahmen für die Diplomfeier des Studiengangs Kindergarten- und Primarstufe der PHSG. Nach Angaben der Hochschule haben 179 Absolventinnen und Absolventen ihr dreijähriges Studium erfolgreich abgeschlossen und ihre Diplome in Anwesenheit ihrer Angehörigen erhalten. Darunter auch neun junge Frauen aus Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden. Dies sind Enya Breu (Reute), Chiara Hörler (Meistersrüte), Edita Kastrati (Herisau), Eliane Keller (Hundwil), Shania Koller (Appenzell), Marja Lucht (Herisau), Janina Rutz (Herisau), Elena Schmid (Weissbad) und Jil Steiner (Herisau).
Eröffnet wurde die Feier durch das Jodelchörli Mariaberg der PHSG mit dem Stück «En schöne Fleck». Dieses haben gemäss Mitteilung die Absolventen Alicia Zanitti und Jakob Hochuli geschrieben und dem PHSG-Hochschulstandort Mariaberg gewidmet. Die Beweggründe dazu erläuterten die beiden im Gespräch mit Studiengangsleiterin Kindergarten- und Primarstufe Heidrun Neukamm.
«‹Mariaberg› ist vielleicht die schönste Hochschule der Schweiz. Das Gebäude, seine Lage und auch die Umgebung sind überwältigend und unvergleichlich», sagte Hochuli laut PHSG-Mitteilung. «Ich finde, es ist ein wenig wie eine warme Umarmung, wenn man das Klostergebäude betritt», ergänzte Zanitti, wobei sie der Verlautbarung zufolge auch die zwischenmenschliche Atmosphäre an der PHSG meinte. Auch im weiteren Verlauf sei die Feier durch Beiträge von Studierenden der PHSG musikalisch und inhaltlich untermalt worden, hält die Hochschule fest.
«Grundlagen für die Bildung»
In ihrem Grusswort hob die St. Galler Bildungsdirektorin und Präsidentin des PHSG-Hochschulrates Bettina Surber gemäss Mitteilung die zentrale Bedeutung des Lehrerberufes hervor: «Jedes Kind, das Lesen lernt, gewinnt ein Stück Selbstständigkeit. Jedes Kind, das Schreiben lernt, findet eine eigene Stimme. Jedes Kind, das mathematische Zusammenhänge versteht, gewinnt Sicherheit im Umgang mit der Welt. Das sind die Grundlagen für Bildung, für Teilhabe und letztlich auch für unsere Demokratie.» Deshalb sei der Lehrberuf eine der wichtigsten Aufgaben in einer Gesellschaft, wurde Surber zitiert. Gleichzeitig betonte sie laut PHSG die nachhaltige Wirkung der Tätigkeit als Lehrperson: «Was Sie tun, macht einen Unterschied – für einzelne Kinder, für ganze Klassen und letztlich für unsere Gesellschaft.»
Die Diplome wurden durch PHSG-Rektor Horst Biedermann überreicht. Er unterstrich nach Angaben der Hochschule die gesellschaftliche Verantwortung des Lehrberufes anhand eines Zitats des brasilianischen Pädagogen Paulo Freire: «Bildung ist nie neutral. Sie wirkt immer. Sie wirkt entweder stabilisierend, indem sie Menschen an bestehende Verhältnisse anpasst, oder sie wirkt befreiend, indem sie Menschen dazu befähigt, ihre Welt zu verstehen und zu verändern.» Von den Absolventinnen und Absolventen erhoffe er sich, dass es ihnen gelinge, ihren künftigen Schülerinnen und Schülern Letzteres zu ermöglichen, geht aus der Mitteilung hervor.
132 Absolventen mit Diplomtyp B
Die Stiftung Mariaberg zeichnete der PHSG zufolge auch in diesem Jahr Absolventinnen und Absolventen für besonders gelungene Bachelorarbeiten aus. Die Auszeichnungen gingen an Elena Schmid aus Weissbad in Appenzell Innerrhoden («Inklusion im Vergleich: Eine Analyse der Ansätze der Schweizer Volksschule und alternativer Schulmodelle») sowie an Alicia Zanitti aus St. Gallen («Anekdoten aus dem Kindergarten – Eine Adressierungsanalyse»).
Von den insgesamt 179 Absolventinnen und Absolventen erlangten gemäss PHSG 47 Studierende den Diplomtyp A für Lehrpersonen im Kindergarten und auf der Unterstufe (1. bis 3. Klasse). 132 Absolventinnen und Absolventen schlossen mit Diplomtyp B ab und werden künftig Schülerinnen und Schüler der 1. bis 6. Klasse unterrichten. Die überwiegende Mehrheit von ihnen habe bereits eine Stelle für das kommende Schuljahr, wird in der Mitteilung festgehalten.
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Neun Appenzellerinnen diplomiert 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-06-22 15:55:00
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