Wohneigentum ist in der Region Appenzell Ausserrhoden anhaltend beliebt. Im Frühjahr 2026 entfielen auf jede inserierte Eigentumswohnung knapp drei Kaufinteressierte; bei den Einfamilienhäusern waren es rund 3,5 Suchende pro Inserat, heisst es in der Analyse. Am grössten sei die Nachfrage in beiden Segmenten im Bereich der Objekte mit inserierten Kaufpreisen bis 1,5 Millionen Franken. Neben den nach wie vor günstigen Finanzierungsbedingungen dürfte das erhöhte Kaufinteresse gemäss Einschätzung der Analyse auch darauf zurückzuführen sein, dass Wohneigentum in dieser Region – je nach Gemeinde – zu vergleichsweise günstigen Preisen erhältlich ist. Demgegenüber stehe jedoch eine sehr begrenzte Auswahl.
Begrenztes Angebot
Beim Angebot und auf dem Baumarkt zeigt sich laut Auswertung ein ähnliches Bild: Das Angebot an Wohneigentum ist in Appenzell Ausserrhoden weiterhin begrenzt. Im 1. Quartal 2026 standen lediglich 2,9 Prozent der Eigentumswohnungen zum Verkauf – signifikant weniger als im Schweizer Durchschnitt von 3,9 Prozent. Eine Entspannung sei kurzfristig kaum absehbar, da die Bautätigkeit nahezu zum Stillstand gekommen ist. In den vergangenen zwölf Monaten seien nur rund 20 Eigentumswohnungen bewilligt worden, verglichen mit rund 70 Einheiten im langfristigen Durchschnitt.
Auch Einfamilienhäuser sind in dieser Region gemäss Analyse äusserst knapp. Die Angebotsziffer beträgt lediglich 1,8 Prozent, und die Neubautätigkeit wird ebenfalls als sehr gering bezeichnet.
Überdurchschnittliche Preise
Die kräftige Nachfrage führte in Appenzell Ausserrhoden im 1. Quartal 2026 zu überdurchschnittlichen Anstiegen der Preise. Die Preise für Eigentumswohnungen lagen 8,4 Prozent über dem Vorjahresquartal und sind damit doppelt so stark wie im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre angestiegen. Auch die Preise der gehandelten Einfamilienhäuser legten mit einem Plus von 6,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr deutlich zu.
Ein neuwertiges Einfamilienhaus mittlerer Grösse kostet je nach Gemeinde zwischen 1,2 Millionen Franken in preisgünstigeren Gemeinden wie Oberegg (Appenzell Innerrhoden) oder Schwellbrunn und 1,9 Millionen Franken in Teufen, geht aus der Analyse hervor.
Für den weiteren Verlauf des Jahres 2026 wird erwartet, dass der Nachfrageüberhang in Appenzell Ausserrhoden angesichts der weiterhin geringen Neubautätigkeit bestehen bleibt. Die als attraktiv bezeichneten Finanzierungskonditionen stützen laut Einschätzung der Analyse die Nachfrage nach Wohneigentum zusätzlich, auch wenn der Erwerb eines Eigenheims gegenwärtig deutlich höhere finanzielle Mittel erfordert als noch vor einigen Jahren. Vor diesem Hintergrund sei mit weiter steigenden Preisen für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen zu rechnen, allerdings mit geringerer Dynamik als in den vergangenen Jahren.
Der Beitrag Steigende Preise auf dem Wohneigentumsmarkt erschien zuerst auf appenzell24.ch.
Steigende Preise auf dem Wohneigentumsmarkt 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-06-23 14:04:00
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