Den grossartigen Einsatz ihrer Freiwilligen zeichnet Pro Senectute Schweiz dieses Jahr mit einer besonderen Aktion aus. Erstmals verleiht die Altersorganisation den «Prix Merci» – eine symbolische Anerkennung stellvertretend für alle ehrenamtlich Engagierten bei Pro Senectute. Die kantonalen und interkantonalen Pro-Senectute-Organisationen haben insgesamt 22 Personen aus allen vier Sprachregionen der Schweiz nominiert.
Vielseitig engagiert
«Aus den vielen Menschen, die sich im Kanton Appenzell Innerrhoden mit viel Herzblut für Seniorinnen und Senioren einsetzen, eine Person auszusuchen, war nicht einfach», sagt Geschäftsleiter René Kuster. Er erklärt, weshalb gerade die 75-jährige Franziska Raschle aus Appenzell für den «Prix Merci» nominiert worden ist: «Sie leistet seit vielen Jahren in verschiedenen Bereichen, nicht nur für Pro Senectute Appenzell Innerrhoden, Freiwilligenarbeit für die Menschen in Innerrhoden. Sie verkörpert und lebt freiwilliges Engagement, ihr Lohn sind die Wertschätzung und das Wissen, dass sie mit ihrer Arbeit einen unschätzbaren Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenleben leistet.»
Im Moment ist die Appenzellerin für Pro Senectute Appenzell Innerrhoden unter anderem als Seniorin im Klassenzimmer tätig. Neben den aktuellen Tätigkeiten war sie zum Beispiel auch für das Kino ab 60 und das Erzählcafé zuständig. Sie organisiert Seniorenferien und leitet die Angehörigengruppe Alzheimer St. Gallen / beide Appenzell in Appenzell. «Freiwilligenarbeit ist für sie eine Haltungsfrage, sie sieht die Unterstützung anderer Menschen als Selbstverständlichkeit», sagt Kuster über die nominierte Appenzellerin. Weiter betont er, dass Franziska Raschle stellvertretend für alle freiwillig Tätigen bei Pro Senectute Appenzell Innerrhoden stehe.
Ihre Motivation
Auf der Webseite von «prixmerci» spricht Raschle über ihre Motivation, sich als Freiwillige zu engagieren: «Die Arbeit mit jüngeren wie älteren Menschen ist für mich ein wertvoller Ausgleich und sehr bereichernd. Früher wollte ich Lehrerin werden – ein Berufswunsch, den ich mir heute als Seniorin im Klassenzimmer gewissermassen erfüllen kann.» Gefragt nach dem schönsten Erlebnis als Freiwillige nennt sie das Erzählcafé, in dem während vieler Jahre über allerlei spannende Themen gesprochen worden sei. «Es war eindrücklich, zu sehen, wie die Teilnehmer mit ganz unterschiedlichen Biografien beim Erzählen aufblühten. Dabei kamen auch viele Emotionen hoch. Es ging mir unter die Haut, wie sie sich – gerade bei schweren Themen – gegenseitig stärkten. Das hat mir viel gegeben.»
Raschles Fazit ihres langjährigen Engagements lautet: «Wer anderen Zeit schenkt, bekommt viel zurück.» Das Älterwerden bereite ihr keine Probleme. Sie sei positiv eingestellt. «Heute muss ich nicht mehr – ich darf freiwillig machen, was mir gefällt.»
Für Franziska Raschle abstimmen
Wer die Auszeichnung für Freiwillige erhält, liegt auch in den Händen der Öffentlichkeit: Bis zum 31. August 2026 kann auf www.prixmerci.ch/abstimmung für Franziska Raschle und die weiteren Nominierten gestimmt werden. Die fünf Personen mit den meisten Stimmen qualifizieren sich für den Final an der Preisverleihung vom 3. Dezember in Olten. Dort entscheidet dann das Los, wer den «Prix Merci» 2026 erhält.
Der Beitrag Franziska Raschle für den «Prix Merci» nominiert erschien zuerst auf appenzell24.ch.
Franziska Raschle für den «Prix Merci» nominiert 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-06-25 06:18:00
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