Die Bundesfeier des Bezirks Appenzell auf dem Kronengartenplatz startete am Samstag um 17.30 Uhr mit dem traditionellen Läuten der Glocken der Pfarrkirche Appenzell.
«Im Gringel wären es weniger gewesen»
Gegen 18 Uhr trafen die Besucherinnen und Besucher zahlreich vor dem Bezirksgebäude ein, obwohl das Wetter so wankelmütig wie schon lange nicht mehr war, hatte man auf den Plan B – die Durchführung in der Aula Gringel – verzichtet. «700 Menschen» schätzte Alfred Koller, regierender Hauptmann des Bezirks Appenzell, das sei erfreulich. «Im Gringel hätte es weniger Zulauf gegeben», meinte ein Teilnehmer.
Um 18 Uhr eröffneten die Jungmusikanten der Musikgesellschaft Harmonie Appenzell die Feier. Zusammen mit deren Stegreifgruppe rollten sie den musikalischen Klangteppich des Abends aus.
Visionen und mutige Entscheide
Bezikrsrat Michael Koch-Gollino begrüsste die Anwesenden und leitete über zur 1.-August-Rede von Frau Landamman Angela Koller. Sie betonte die grossen Visionen und mutigen Entscheide der Schweiz in der Vergangenheit und wünschte dem Land wieder mehr Gestaltungswillen, Entscheidungsfreude, Mut und einen Blick für das Allgemeinwohl.
Endlich Regen
Buchstäblich ins Wasser gefallen war der traditionelle «Hierig» – ein alter Appenzeller Tanz, der von einem Trachtenpaar getanzt wird und die Höhen und Tiefen einer Ehe darstellt. Denn noch bevor sich die Festgemeinde die Nationalhymne singend mit Inbrunst an den Allmächtigen wandte, schickte dieser einen Regen, der für einmal länger anhielt als drei Minuten. Das kostbare Nass war angesichts der seit Monaten anhaltende Trockenheit der heimliche Stargast der Feier – zwar nicht direkt eingeladen, aber auch nicht ganz ungebeten. «Es hätte nicht am 1. August sein müssen», hörte man den einen oder anderen scherzen, «aber die Natur freut’s.» Die Appenzeller zogen bunte Regenschirme hervor und blieben noch eine ganze Weile auf den Festbänken sitzen.
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Noch vor der Nationalhymne setzte Regen ein 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-08-02 16:48:00
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