Am Freitag haben sich die Ereignisse rund um Tirols Landesrätin Astrid Mair (ÖVP) überschlagen. Am Ende nahm die Politikerin ihren Hut und kehrt jetzt in den Polizeidienst zurück. Politische Erdbeben schauen aber anders aus.
Ob dieser Rücktritt nun die politische Landschaft in Tirol erschüttern wird? Nein. Wird er nicht! Diesbezüglich waren Sie, Frau Landesrätin Astrid Mair – bei allem Respekt -, nicht wirklich wichtig. Aber, um diese Aussage zu relativieren, ohne Sie zu verletzen: Wir haben tatsächlich aktuell wirklich wichtigere Probleme als politische Rücktritte. Nicht erst seit dem Ihren. Ich denke an Dürre, dann gleichzeitig an Hochwasser, an die Teuerung, an Pensionen, an Ärztemangel, an Fachkräftemangel, an Pflegehilfe usw.Nicht mehr die besten Köpfe am RuderSeit Jahren müssen wir Wähler gewissermaßen einen „Verfall“ in der Politik beobachten, letztlich miterleben, über uns ergehen lassen. Wir Wähler haben nachhaltig immer öfter das Gefühl, dass uns nicht mehr die besten Köpfe politisch vertreten, auf uns schauen, für uns das Beste wollen. Im Gegenteil: Viele Politiker wollen augenscheinlich für sich, für ihre Nächsten und für ihren schwindenden, aber zu ihnen haltenden Freundeskreis das Beste herausholen. Das trifft jetzt möglicherweise gar nicht so auf Sie zu, Frau Mair. Aber man hört das halt immer öfter. Und irgendwie schaffen es die handelnden Politiker nicht, das Gegenteil zu beweisen.Aber zu Ihrem Rücktritt, Frau Landesrätin Mair: Ich wünsche Ihnen für Ihre weitere berufliche Zukunft viel Glück. Die wird bei der Polizei sein und da sind Sie sicher besser aufgehoben als in der Politik. Und wie haben Sie angeblich oft hinter den Kulissen gesagt: „Ich liebe den Polizeijob!“ Na also: Das ist einmal eine ehrliche Ansage. Alles Gute.
„Krone“-Kommentar – Rücktritt von ÖVP-Landesrätin: Nichts passiert! 2026
IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2026 2026-08-21 19:47:54
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