An der Zapfsäule zahlen Autofahrer drauf: Steigen die Rohölpreise, klettern die Spritpreise schnell. Fallen sie wieder, lässt die Entlastung oft auf sich warten. Laut dem Momentum Institut profitieren davon vor allem die Mineralölkonzerne. Wo bei den Öl-Riesen genau die Kassen klingeln …
Steigende Rohölpreise werden an der Zapfsäule rasch an die Autofahrer weitergegeben, sinkende schlagen sich deutlich langsamer im Börserl nieder. Das liegt auch an überhöhten Aufschlägen auf Benzin und Diesel, die Verbrauchern laut dem Momentum Institut bis Jahresende insgesamt rund 1,1 Milliarden Euro kosten könnten.Seit Kriegsbeginn wurden gesamt rund 654 Millionen Euro mehr auf den Sprit aufgeschlagen als in der Woche vor dem Krieg. Das sind im Durchschnitt rund 3,7 Millionen Euro pro Tag. Bleibt der Aufschlag bis Jahresende auf diesem Niveau, kommen weitere rund 471 Millionen Euro hinzu. Insgesamt wären es damit rund 1,1 Milliarden Euro.Bei Benzin stieg der Durchschnittspreis von 1,51 Euro auf 1,75 Euro, also um 24 Cent. Besonders stark ist der Effekt bei Diesel. Er kostet im Schnitt 38 Cent je Liter mehr.So stimmten die krone.at-Leserinnen und -Leser in der Frage des Tages ab:Satte 20 Cent Aufschlag bei Diesel13 Cent macht demnach der höhere Rohölpreis aus, weitere fünf Cent fließen als Steuern und Abgaben an den Staat. Die restlichen 20 Cent entfallen auf jetzt höhere Aufschläge, die Kosten für Treibstoffherstellung, Transport, Vertrieb sowie die Gewinnspannen enthalten.„Die Gewinnspannen der Raffinerien stehen in keinem Verhältnis zum Rohölpreis. Mehr als die Hälfte des Preisanstiegs bei Diesel kommt von höheren Gewinnmargen der Mineralölkonzerne. Das Geld wandert direkt aus den Taschen der Autofahrer in die Profite der heimischen und europäischen Mineralölkonzerne“, kritisiert Ökonom Leonard Jüngling vom Momentum Institut.Pochen auf Übergewinnsteuer für ÖlkonzerneDort pocht man auf die Einführung einer europäischen Übergewinnsteuer für Ölkonzerne. Fraglich ist dabei allerdings, ob die Übergewinnsteuer die notwendigen Effekte hat und so der Sprit an der Zapfsäule künftig günstig wird und ob sich nicht auch der Staat die Hände bei den ebenfalls gewachsenen Steuereinnahmen reibt.
Teurer Treibstoff – Über eine Milliarde Euro Körberlgeld für Öl-Multis 2026
IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2026 2026-08-28 18:13:14
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