Offiziell herrscht Waffenruhe, der Iran-Krieg hat aber noch lange nicht aufgehört. Israels Premier Benjamin Netanyahu will erst die Uran-Vorräte aus dem Land schaffen, bevor er den Krieg beendet. Auch US-Präsident Donald Trump und Russlands Machthaber Wladimir Putin wetteifern um das heikle Nuklearmaterial.
Der Krieg „ist noch nicht vorbei, denn es gibt immer noch Nuklearmaterial, angereichertes Uran, das aus dem Iran entfernt werden muss“, so Netanyahu in der CBS-Sendung „60 Minutes“. Der israelische Regierungschef erklärte weiter, dass auch noch Uran-Anreicherungsanlagen demontiert werden müssten.„Man geht hin und holt es heraus“Auf die Frage, wie das hoch angereicherte Uran aus dem Iran entfernt werden solle, sagte Netanyahu: „Man geht hin und holt es heraus.“ Wie dies genau ablaufen und bis wann das Material aus dem Iran geschafft werden solle, wollte der Premier nicht sagen.Auch Trump, der schon mehrmals den militärischen Sieg über das Regime in Teheran verkündet hatte, interpretiert den andauernden Konflikt nun neu. Er widersprach in der am Sonntag ausgestrahlten Sendung „Full Measure“ der Darstellung, dass die Kampfhandlungen endgültig vorbei seien. „Ich habe gesagt, dass sie besiegt sind, aber das heißt nicht, dass sie am Ende sind“, sagte er.Offiziell ist Krieg beendetNoch Anfang Mai hatte sich die Trump-Regierung bemüht, offiziell die Kampfhandlungen gegen den Iran für beendet zu erklären. Seit Beginn der Waffenruhe Anfang April habe es keine Gefechte mehr zwischen den beiden Ländern gegeben, hieß es in einem Brief Trumps an den US-Kongress. Auch für seinen Außenminister Marco Rubio ist der Militäreinsatz gegen den Iran beendet.Das offiziell verkündete Kriegsende war aber lediglich ein Kniff der US-Regierung, um auch ohne Zustimmung des Parlaments weiter im Nahen Osten militärisch aktiv zu sein.Material „unter Beobachtung“Trump zeigte sich zuversichtlich, dass die Vereinigten Staaten „irgendwann“ das angereicherte Uran des Iran sichern würden. „Nun, wir werden das irgendwann bekommen, zusammen mit allem, was wir wollen“, sagte er. Das Material stehe „unter Beobachtung“ der USA, behauptete Trump weiter. „Wenn jemand sich dem Ort nähert, werden wir davon erfahren, und wir werden ihn in die Luft jagen.“Putin will Uran selbst einlagernAm Samstag hatte der russische Präsident Wladimir Putin vorgeschlagen, angereichertes Uran aus dem Iran abzutransportieren und einzulagern. Ursprünglich habe dazu Einigkeit bestanden, doch hätten die USA plötzlich ihre Haltung verschärft. Der Kremlchef sagte, dass Russland bereits einmal im Jahr 2015 angereichertes Uran aus dem Iran abtransportiert habe. Der Iran habe Russland vertraut, „und das nicht ohne Grund“. Moskau sei bereit, „diese Erfahrung zu wiederholen“.Er sagte, dass alle Konfliktparteien – der Iran, die USA und Israel – damit einverstanden gewesen seien. „Doch dann verschärften die Vereinigten Staaten ihre Position und forderten den Abtransport ausschließlich auf das Gebiet der USA. Daraufhin verschärfte der Iran seine Position.“if(!apaResc)var apaResc=function(a){var e=window.addEventListener?“addEventListener“:“attachEvent“,t,n;(0,window[e])(„attachEvent“==e?“onmessage“:“message“,function(e){if(e.data[a]) for(var t=document.getElementsByClassName(a),n=0;n!=t.length;n++) t[n].style.height=e.data[a]+“px“},!1)}; apaResc(„apa-0474-25“);Trump: Iran darf keine Atomwaffen bekommenTrump drängt im derzeitigen Krieg den Iran dazu, seinen Vorrat an hoch angereichertem Uran vollständig zu entfernen. Zudem müssten Anreicherungskapazitäten abgebaut und es Teheran unmöglich gemacht werden, sein Nuklearprogramm voranzutreiben, um Atomwaffen zu entwickeln. Für den Bau von Atomwaffen muss Uran sehr hoch angereichert werden. Der Iran beteuert seit Jahren, sein Atomprogramm sei rein ziviler Natur. In der Vergangenheit reicherte er aber Uran weit höher an als dafür notwendig.
Krieg brodelt weiter – „Holt es heraus“: Wetteifern um iranisches Uran 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-05-10 21:10:58
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