Ende 2029 sollen die ersten Züge durch den Semmering-Basistunnel rollen und eine Zeitersparnis von 30 Minuten bringen. Wirtschaft und Region profitieren jetzt schon davon. Und die Dimensionen sind enorm: Kabel, die theoretisch fast bis nach Rom reichen, werden gerade verlegt.
Nur noch drei Jahre Arbeit – dann geht es für die Bahn unter dem Semmering hindurch. Ab Dezember 2029 wird die Fahrt in den Süden rund 30 Minuten kürzer. Und auch für den Güterverkehr bringt der Tunnel Vorteile: Gemeinsam mit der Koralmbahn entsteht eine flachere Bahnverbindung, sodass schwere Güterzüge künftig ohne zweite Lok auskommen.Rund 4,2 Milliarden Euro kostet das Jahrhundertprojekt. Allein während der Bauphase sind durchschnittlich 1200 Menschen direkt am Tunnel beschäftigt. Insgesamt sollen durch den Tunnel langfristig rund 11.000 Arbeitsplätze entstehen, was den Gemeinden auch Einnahmen aus der Kommunalsteuer bringt.Derzeit läuft der technische Innenausbau auf Hochtouren. Stromversorgung, Beleuchtung, Lüftung, Sicherheitstechnik und Gleisanlagen werden eingebaut. In Spitzenzeiten sollen rund 400 Beschäftigte gleichzeitig auf beiden Seiten des Semmerings arbeiten. Ab Mitte 2027 wandert der Schwerpunkt zunehmend auf die niederösterreichische Seite rund um Gloggnitz.Vor allem heimische Betriebe profitieren“Mehr als zwei Drittel der Aufträge gehen an kleine und mittlere Unternehmen“, so ÖBB-Bereichsleiter Franz Hammerschmied.Aufgrund der gewaltigen Dimensionen sind für den Innenausbau drei Jahre notwendig. Ein Beispiel: rund 1000 Kilometer Kabel – das entspricht etwas der Entfernung bis nach Rom – werden im Tunnel verbaut.
Bald Ende in Sicht – Wie eine Region von einem Tunnel profitiert 2026
IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2026 2026-10-04 09:50:02
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