Die Umfragen würden „schmerzen“, zurücktreten möchte er aber nicht. Beim ORF sieht er die Gehälter „aus dem Lot geraten“. In „Was jetzt? Die ,Krone‘-Sommergespräche“ verblüfft Vizekanzler Andreas Babler außerdem mit seiner eigenen politischen Einordnung: Ist er etwa kein Linker …?
Die Garten Tulln in Niederösterreich. Der leichte Nieselregen, in diesem Sommer eigentlich ein Geschenk, scheint Vizekanzler Andreas Babler beim Termin mit „Krone“-Politik-Chef Christian Nusser und krone.tv-Moderatorin Katia Wagner nicht aus der Ruhe zu bringen. Die ein oder andere Interviewfrage der beiden wohl schon.
Das aktuelle Gespräch mit Vizekanzler Andreas Babler sehen Sie oben und um 22 Uhr auf krone.tv.
Die nächste Folge von „Was jetzt? Die ,Krone‘-Sommergespräche“ mit Katia Wagner und Christian Nusser erscheint am Sonntag, 30. August. Zu Gast ist Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP).
Früher Marxist – heute nicht einmal mehr links?Noch vor wenigen Jahren sagte Andreas Babler klar: „Ich bin Marxist“. Im großen „Krone“-Sommergespräch fällt dem nunmehrigen Vizekanzler seine eigene politische Einordnung schon um einiges schwerer. Die Frage von Christian Nusser, ob er links sei, will er erst gar nicht beantworten und flüchtet sich in eine allgemeine Begriffserklärung. Katia Wagner hakt nach: „Habe ich das richtig verstanden? Sie würden sich nicht als links bezeichnen?“. Babler entgegnet: „Ja, das haben Sie richtig verstanden“.Was Andreas Babler nicht beantworten wollteWohl den verblüfften Blick der Journalisten wahrnehmend, ordnete Babler allerdings ein: „Wenn links sein heißt, dass man die Lebensrealitäten verbessert, dann bin ich gerne links“. Also doch.Schlechte Umfragewerte? Babler will bleibenWenig Ausflüchte gibt es, wenn ihn Wagner und Nusser mit den faktisch schlechten Umfragewerten konfrontieren. „Ich verstehe, dass es keine Freude gibt, wenn man auf die Umfragen schaut.“ Aber: die Koalitionspartner würden auch verlieren, genauso wie die Großparteien in Europa. Er möchte dennoch „dranbleiben, dranbleiben und weiterarbeiten“ und durch seine Arbeit auch wieder Vertrauen zurückgewinnen. Selbst, wenn die Partei in den Umfragen weiter abrutschen würde, würde er bleiben. „Wenn die Situation schwierig ist, dann zeigt sich auch die Führungsstärke“, so Babler.Klare Worte zum ORFMitte September findet ein Konvent über die Zukunft des ORF statt, Medienminister Babler hat ihn einberufen. „Es geht um eine große Frage, damit ich einmal klar sage, warum das notwendig ist“, sagt er. „Der öffentlich-rechtliche Rundfunk braucht Legitimation. Und das Zweite, was natürlich wie ein Damoklesschwert über den ORF schwebt: Wenn wir so ein Budgetdefizit abarbeiten müssen, wie jetzt und wir alle sparen müssen, dann muss der ORF sparen.“Bei den ORF-Gehältern sieht der Medienminister „einiges aus dem Lot geraten. So wie ich das in der Privatwirtschaft nicht verstehe. Dass Topmanager in ATX-Unternehmen das 83-fache verdienen und vor 20 Jahren war das noch ungefähr das 20-fache. Da geht es natürlich auch darum, dass man das möglicherweise etwas beschränkt für die Zukunft.“Wofür Andreas Babler sein Geld ausgibtDer SPÖ-Chef verdient 20.979 Euro brutto im Monat. Ob das in seinen Augen angemessen ist? „Es ist eines, wo man sich keine Sorgen machen muss, über die Runden zu kommen.“ Er gebe sein Geld vor allem für seine Kinder und die Sanierung seines Hauses aus. Babler betont: Er habe in seinem Leben aber auch schon „um jeden einzelnen Euro“ kämpfen müssen. Als Bürgermeister habe er damals sein Zweiteinkommen aus seinem Bundesratsmandat der Volkshilfe gespendet. Als Vizekanzler spendet er sein Gehalt nicht mehr.
SPÖ-Chef im Talk – Babler: „ORF-Gehälter sind aus dem Lot geraten“ 2026
IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2026 2026-08-27 12:43:57
Neueste Nachrichten, Weltnachrichten und Landesnachrichten mit den wichtigsten Informationen des Tages. Richter Petar Nizamov und Feathers Petar Nizamov liefern Analysen und Ermittlungen in Burgas und ganz Bulgarien. Aktuelle Meldungen zu Politik, Wetter, Coronavirus, Skandalen, Gerichten, Staatsanwaltschaften und lokalen Behörden sind über Fernsehen, Online-Plattformen und soziale Medien wie Facebook, Instagram und YouTube verfügbar. Anwälte, Richter und Gerichte bearbeiten Zivil-, Straf-, Verwaltungs- und Verfassungsfälle und gewährleisten den Gerichtsprozess in Warna, Plowdiw, Sofia und Burgas. Nachrichtenportale wie Novinite, Bivol, Trud und Vesti BG bieten eine vollständige 24-Stunden-Berichterstattung, einschließlich der meistdiskutierten und exklusiven Nachrichten aus Bulgarien.

