Diese Geschichte erinnert frappant an den Tiroler Milliardenjongleur: Ein deutscher Immo-Pleitier soll ebenso wie René Benko sein Vermögen im Insolvenzverfahren vor Gläubigern und dem Staat versteckt haben. Die Spuren zu einem „Schatz“ führen auch nach Österreich – jetzt gab es eine Reihe von Razzien …
Der schillernde 61-Jährige ist einer der bekanntesten Immobilienentwickler in unserem Nachbarland. Sein Spitzname ist „König von Kö“ weil er unter anderem auf der Düsseldorfer Luxus-Einkaufsmeile einen futuristischen Shopping-Tempel mit begrünter Außenfassade realisiert hat.Unternehmensgruppe stürzt wie ein Kartenhaus zusammenDoch auch seine Unternehmensgruppe stürzte wie ein Kartenhaus zusammen – die Folge: eine Riesen-Pleite mit einem Schuldenberg von 1,6 Milliarden Euro. Jetzt ermitteln das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen wegen schwerer Vorwürfe gegen den Geschäftsmann, der in seiner Luxus-Finca auf der Partyinsel Ibiza vorübergehend festgenommen wurde. Indes sitzt sein Bruder in Deutschland in Haft.Es geht um den Verdacht auf Insolvenzbetrug und Untreue. Der Immo-Pleitier soll laut Oberstaatsanwalt Hauke Lorenzen Privatvermögen in zumindest hohem zweistelligem Millionenbereich vor Gläubigern versteckt haben. Und zwar in Form von verschobenem Bargeld via Konten bzw. gehorteten Luxusgütern. Ganz so wie mutmaßlich im Fall von René Benko.Designer-Handtaschen, Gold, Gemälde, UhrenJetzt hieß es Zugriff! Rund 400 Ermittler und 22 Staatsanwälte schlugen zeitgleich bei Razzien in sechs Ländern zu. 49 Objekte wurden unter die Lupe genommen. Österreich gilt dabei ebenso als Drehscheibe, das Tiroler Landeskriminalamt ermittelt. Denn ein Teil des zur Seite geschafften „Schatzes“ soll der 61-Jährige jedenfalls hier gehortet haben.Lamborghini im WohnzimmerAuf welch großem Fuß der Immobilien-Jongleur trotz der Privatinsolvenz noch immer lebte, zeigt ein kleiner Auszug aus der Beschlagnahmungsliste der Sicherheitsbehörden. Bei dem Verdächtigen, der einen Mercedes durch einen eigenen Aufzug quasi im Wohnzimmer geparkt hatte, wurden unter anderem ein Lamborghini-Geländewagen, Designer-Handtaschen der Marken Hermes und Chanel im sechsstelligen Wert, Uhren, Schmuck, Gemälde, Skulpturen und Goldbarren sichergestellt.Die Beamten fanden auch eine Menge Beweismittel in Form von Mobiltelefonen, Computern, Geschäftsunterlagen und anderen Dokumenten. Die Auswertung allein der Terabyte an Daten in dem Mega-Verfahren wird noch Monate dauern.
Nächster Immo-Pleitier – Wie im Fall Benko „Schatz“ auch bei uns versteckt 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-03-29 15:12:10
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