Ein Bergführer – wie sich herausstellte aus der Steiermark – hat sich auf dem Mürztaler Steig am Weg zur Adlersruhe (Erzherzog-Johann-Hütte) am Großglockner wild danebenbenommen. Er wollte mit einem Gast ein polnisches Bergsteigerpaar überholen. Weil der Pole dies kritisierte, dreht der Bergführer fast durch.
Der unglaubliche Vorfall ereignete sich bereits am vergangenen Wochenende und ist in einem Instagram-Video, das viral geht, dokumentiert. In rund 3000 Metern Höhe befand sich ein Pole samt seiner Begleiterin in einer schmalen, ausgesetzten Abwärtspassage, als der Schladminger Bergführer von oben kam und überholen wollte. Der Pole bat freundlich, der Österreicher möge warten – auch in Hinblick auf seine Begleiterin gleich unter ihm. Die Antwort: „Ich bin Bergführer, halt dein Maul!“ Dann legte der Bergführer noch nach: „Ich komme rauf und geb dir eine!“ In der Folge legte auch der Pole verbal nach.Hier sehen Sie die dramatischen Szenen im Video: Plötzlich drehte der Bergführer, der schon vorbei war – auch an der Begleiterin des Polen – um, kam zurück hinauf zum Mann und ging ihm fast an die Gurgel – auf einem schmalen Grat in 3000 Meter Höhe! Er forderte, der Pole solle sich benehmen – was dieser grundsätzlich tat. Die Begleiterin wollte den Streit verbal schlichten. Der Bergführer ging schließlich weiter. „Es ist wirklich unglaublich“, rief der Pole abschließend hinterher.„Verhalten katastrophal und absolut inakzeptabel“Für den steirischen Bergführer gibt es nun Konsequenzen. Der Kalser Berg- und Skiführerverein hatte ihm den Auftrag vermittelt, der Steirer ist jedoch nicht Vereinsmitglied. „Das Verhalten war katastrophal und absolut inakzeptabel“, betont Vereinschef Michael Amraser. „Diesem Bergführer werden wir keinen Auftrag mehr vermitteln.“ Auch den Polen habe man via soziale Medien angeschrieben und um Entschuldigung gebeten. Bisher hat er nicht geantwortet.„Wilder“ Bergführer will nichts sagenDie „Krone“ hat versucht, mit dem betroffenen Bergführer über das Kalser Bergführerbüro Kontakt aufzunehmen. Laut den Kalser Bergführern will er sich jedoch zu dem Zwischenfall nicht äußern.Bergführerverband reagiertAuch für den Österreichischen Berg- und Skiführerverband ist der Vorfall laut Präsident Walter Zörer „zwischenmenschlich und alpinistisch untragbar“. Jetzt müsse sich der Landesverband, dem der wüste Bergführer angehört, mit dem Zwischenfall beschäftigen und ihn aufarbeiten. „Wir distanzieren uns jedenfalls von diesem Verhalten“, betont Zörer.
Dramatische Szenen – Bergführer attackierte Alpinist am Großglockner 2026
IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2026 2026-08-28 13:27:21
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