Eine gesunkene Inflation und die gute Entwicklung der Finanzmärkte haben nicht nur weltweit, sondern auch in Österreich im vergangenen Jahr die Vermögensbildung begünstigt. So zählten wir laut dem „World Wealth Report 2026“ von Capgemini erstmals knapp 200.000 Dollar-Millionäre im Land – ein sattes Plus von 21 Prozent.
Obwohl es rund um den Globus derzeit mehr als nur einen Krisenherd gibt, stieg der Wohlstand von vermögenden Privatpersonen im Vorjahr erneut. Weltweit werden rund 25 Millionen Menschen (plus zwei Millionen) laut Report als „vermögend“ eingestuft und besitzen somit mindestens eine Million US-Dollar (rund 860.000 Euro) „verfügbares Vermögen“.Nicht berücksichtigt bzw. hinzugerechnet werden dabei der eigene Hauptwohnsitz oder auch Sammlerstücke wie zum Beispiel Kunstwerke, Uhren oder Oldtimer. Insgesamt hält diese Gruppe einen Rekordwert von 98,3 Billionen US-Dollar – umgerechnet 84.500 Milliarden Euro (+8,7 Prozent).Vermögenszuwachs in Österreich bei 22 ProzentIn Österreich ist die Zahl der Dollar-Millionäre mit plus 21 Prozent auf knapp 200.000 Personen (exakt 196.000) überdurchschnittlich stark gestiegen. Das Vermögen dieser Gruppe erhöhte sich um beachtliche 22 Prozent auf 563,9 Milliarden Dollar (rund 484 Mrd. Euro).Der Hauptgrund für den starken Anstieg ist, dass die Österreicher überproportional von der starken Entwicklung an den internationalen Kapitalmärkten sowie der verbesserten Inflations- und Zinssituation profitiert haben. „Vermögende Kunden sind anspruchsvoller und informierter denn je“, so Martina Sennebogen, Chefin Capgemini Österreich.Kursanstiege von KI-Werten Hauptmotor für VermögenszuwachsDas starke Kurswachstum der Technologiewerte an den Finanzmärkten, etwa im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI), war einer der „Einkommens-Turbos“ im vergangenen Jahr. Bis Anfang des heurigen Jahres erhöhten vermögende Privatkunden den Aktienanteil in ihren Portfolios um drei Prozentpunkte auf 25 Prozent. Aber auch festverzinsliche Wertpapiere (zum Beispiel Anleihen) haben 2025 eine gute Rendite erzielt, heißt es.Finanzmarkt zum Vermögensaufbau nutzenDie Entwicklung zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, sein Geld nicht nur am Sparbuch liegenzulassen, sondern einen Teil auch langfristig am Kapitalmarkt zu investieren. Über Fondssparprodukte ist dies schon ab 50 Euro im Monat möglich und auch sinnvoll.
Wie der Zuwachs gelang – Erstmals fast 200.000 Dollar-Millionäre im Land 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-06-06 07:41:16
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