An der Bezirksgemeinde vom Sonntag, 3. Mai, wurde schon beim Traktandum 1 – den Rechnungsabschlüssen von Bezirk, Löschkasse und Wasserversorgung Haslen-Enggenhütten – das Wort ergriffen. Alt Bezirksrat Guido Brülisauer prangerte zu hohe Verwaltungskosten und das Entschädigungsreglement des Bezirksrates an. In der Folge stellte er einen Antrag auf Rückweisung mit dem Auftrag, der Verwaltungsaufwand sei massiv zu reduzieren, um Steuererhöhungen zu vermeiden. Sein Rückweisungsantrag scheiterte jedoch in der Abstimmung und auch die Rechnung passierte mit nur vereinzelten Gegenstimmen. Ohne Wortmeldungen wurde überdies der beantragte, unveränderte Steuersatz von 20 Prozent durchgewunken.
Des Weiteren missfiel drei Diskussionsrednern die Zonenplanrevision. Sie gliedert sich in drei Teile, über die einzeln abgestimmt wurde: Den Zonenplan Nutzung sowie die beiden Schutzpläne für Kulturgüter und Naturobjekte. Die erste Wortmeldung kam von Thomas Bischofberger. Seine Kritik wandte sich gegen die vorgesehene «Wohnzone WE», die pro Grundstück maximal zwei Wohneinheiten erlaubt. «Das verunmöglicht verdichtetes Bauen.» Er verknüpfte daher einen Rückweisungsantrag zum Zonenplan Nutzung mit dem Auftrag, der Bezirksrat solle den Zonenplan überarbeiten und im ganzen Bezirk auf die Einführung von «Wohnzonen WE» verzichten. Ins gleiche Horn blies auch alt Hauptmann Niklaus Brülisauer, der denselben Antrag stellte.
Neben der Kritik am Zonenplan Nutzung stellte Bischofberger gleich auch einen weiteren Rückweisungsantrag zum Schutzplan für Kulturgüter. Dabei störte er sich namentlich an den Ortsbildschutzzonen in Schlatt. Bischofberger wollte daher die Rückweisung des Schutzplanes für Kulturgüter und beantragte, Gebiete rund um das Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder (ISOS) sollen nicht mit einer zusätzlichen Schutzzone überlagert werden.
Landwirt Toni Fritsche äusserte sich schliesslich zum Zonenplan für den Schutz von Naturobjekten. Er beanstandete die geringe Entschädigung für die Pflege von geschützten Objekten, insbesondere von Hecken. Auch er stellte einen Rückweisungsantrag.
In der folgenden Abstimmung wurden schliesslich sowohl die Nutzungsplanung als auch der Schutzplan für Kulturgüter zurückgewiesen. Der Bezirksrat hat sich nochmals mit den Geschäften zu befassen. Einzig Toni Fritsche scheiterte mit seinem Rückweisungsantrag. Das Schutzinventar für Naturobjekte wurde von der Versammlung angenommen.
Keine Wellen warf das total revidierte Reglement der Wasserversorgung Haslen-Enggenhütten. Es wurde einstimmig genehmigt.
Für Albert Broger war es nach acht Jahren die letzte Bezirksgemeinde als Bezirksrat. Als sein Nachfolger beliebte der konkurrenzlose Bruno Schürpf von der Göbsi.
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Bruno Schürpf ist neuer Bezirksrat 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-05-03 18:09:00
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