Alles konzentriert sich auf den einen Kühlturm der Linz AG an der Wiener Straße, doch offenbar gibt es in Linz weitere Stellen, an denen sich Legionellen heuer in der Hitze besonders wohlfühlten. Wie die „Krone“ erfuhr, wurde in einer anderen Firma in der Nähe des „Krisenherdes“ auch eine Kühlanlage mit gefährlich hoher Legionellen-Dichte identifiziert.
Doch anders als beim Kühlturm, der am Dach das kontaminierte Wasser verspritzte, dürfte hier niemand mit belastetem Kühlwasser in Kontakt geraten sein. Denn aus dem Betrieb wurde kein Krankheitsfall gemeldet.Zwei Wochen „bebrütet“Am Montag, hofft man auf Klarheit, ob jene Legionellen, die beim Kühlturm in der Wiener Straße gefunden wurden, auch tatsächlich jene sind, die für einen Teil der Erkrankungen – drei der 28 Patienten sind verstorben – verantwortlich sind. Bekanntlich wurden 150 Proben von potenziellen Legionellen-Herden genommen. Jede muss zwei Wochen lang „bebrütet“ werden, um sie auch untersuchen zu können.Trinkwassernetz unbelastetDer Linzer Infektions-Cluster ist auch für Fachleute eine Ausnahme. Jedoch steigt bundesweit die Zahl der Fälle von Legionärskrankheit an. In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Zahl der bekannten Infektionen von 160 auf 418 fast verdreifacht. Meistens sind aber nur Einzelpersonen oder eine kleine Gruppe betroffen, und der Infektionsherd lässt sich klar eingrenzen. Dies ist in Linz aktuell noch nicht möglich, da abseits des Kühlturms – das am Dach versprühte Wasser könnte sich bis zum Boden verteilt haben, wo es dann eingeatmet wurde und zur Ansteckung führte – gibt es noch weitere potenzielle Quellen. Wichtig: Das Trinkwassernetz in Linz ist von den Bakterien frei.
Ausbruch in Linz: – Weiterer Herd von Legionellen entdeckt 2026
IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2026 2026-08-22 16:43:01
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