Die Pleite der Möbelkette Kika/Leiner hat nunmehr dazu geführt, dass der frühere Geschäftsführer Hermann W. am 28. August wegen Betrugsverdachts festgenommen worden ist und sich seit Sonntag in U-Haft befindet. Wie die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) bestätigte, geht es neben anderen Vorwürfen ausgerechnet um eine vermeintliche Hilfsaktion für Hochwasseropfer im Jahr 2024.
Der mutmaßliche Schaden soll 15 Mio. Euro betragen. Die ursprünglich ermittelnde Staatsanwaltschaft St. Pölten hat den Fall inzwischen an die WKStA abgetreten.Nach Signa-Verkauf eingesetztDie mittlerweile pleitegegangene Signa des aktuell ebenso in U-Haft sitzenden René Benko hatte die Kika/Leiner-Immobilien 2023 an den Grazer Immobilienentwickler Supernova verkauft und das operative Möbelgeschäft an den Handelsmanager Hermann W. aus der Steiermark.Kurz darauf meldete das Unternehmen zum ersten Mal Insolvenz an. Nach der zweiten Insolvenz im November 2024 konnte W. weder frische finanzielle Mittel noch einen Investor auftreiben.Notlage von Hochwasseropfern ausgenutzt?„Der Beschuldigte steht im dringenden Verdacht, die Notlage von Hochwasseropfern im September 2024 gezielt ausgenutzt zu haben“, so die WKStA. „Im Rahmen einer beworbenen ,Unwetter-Soforthilfe-Aktion‘ in den sozialen Medien wurde Kunden ein 20-prozentiger Rabatt auf Möbelkäufe versprochen, um rasch liquide Anzahlungen zu generieren.“Zudem bestehe „der dringende Verdacht, dass der Beschuldigte kurz vor der Insolvenzeröffnung gezielt Vermögen der Möbelkette beiseitegeschafft hat, um die Befriedigung der zahlreichen Gläubiger im Insolvenzverfahren des Landesgerichts St. Pölten zu vereiteln oder zu schmälern“. Für W. gilt die Unschuldsvermutung.
Betrugsverdacht – Früherer Kika/Leiner-Geschäftsführer verhaftet! 2026
IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2026 2026-09-01 16:04:38
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++ ARCHIVBILD ++ KIKA/LEINER: SIGNA VERKAUFT NEBEN IMMOBILIEN AUCH OPERATIVES GESCHÄFT IUSTITIA



