Das ungarische Atomkraftwerk (AKW) Paks hat am Samstagabend früher als geplant seine Stromproduktion wieder hochgefahren. Der gestiegene Donaupegel und Baumaßnahmen hätten die Kühlwassersicherung und die Wiederinbetriebnahme ermöglicht, sagte Ungarns Premier Péter Magyar.
Zunächst sei Block 3 wieder in Betrieb genommen worden. Nun sollen alle vier Blöcke bis zum 28. August erneut bei voller Kapazität von 2000 Megawatt (MW) Strom liefern und damit die drohende Energiekrise abwenden. Zuvor lief nur Block 2 mit einer stark gedrosselten Leistung von 25 Prozent, sodass damit nur zwei von acht Turbinen in Betrieb waren.Daraufhin wurden Notfallmaßnahmen beschlossen und umgesetzt, darunter das Versenken von zwei 80 Meter langen Lastkränen sowie der begonnene Bau einer Sohlschwelle. Dadurch wurde der Wasserpegel bei Paks künstlich angehoben, was nun die Wiederinbetriebnahme ermöglicht. Der ungarische Verteidigungsminister Romulusz Ruzsin-Szendi sagte, dass der Bau unter Einsatz des Militärs reibungslos funktioniere. Es gehe aber nicht nur um die Technik, sondern auch um das Funktionieren und die Sicherheit des Landes.Der Hintergrund der vorübergehenden Abschaltung ist die Dürre, die dazu führt, dass die Donau extrem wenig Wasser führt. Dadurch fehlt dem Atomkraftwerk Kühlwasser. Das Kernkraftwerk Paks wird bereits seit 1982 betrieben und deckt rund die Hälfte des Stroms in unserem Nachbarland. Derzeit werden zwei neue Reaktorblöcke mittels russischem Darlehen und unter Leitung des russischen Konzerns Rosatom geplant sowie ausgeführt. Das sorgt für internationale Kritik.Aufgrund der Dürre mussten auch in Österreich einzelne Turbinen abgeschaltet werden. Aufgrund der geografischen Gegebenheiten lag die Produktion zuletzt noch bei zwei Dritteln. Zudem steht hierzulande im Sommer zunehmend mehr Strom aus Photovoltaik und Windkraft zur Verfügung.
Donaupegel gestiegen – AKW Paks fährt Stromproduktion wieder hoch 2026
IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2026 2026-08-22 18:54:13
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