Nach den wilden Drohungen aus Russland hat Berlin mit einem Raketentest an der Nordsee eine deutliche Botschaft nach Moskau geschickt. Nun rückt Wladimir Putins Gefolgsmann Dmitri Medwedew aus und droht den Deutschen gar mit einem „direkten Schlag“ auf militärische Produktionsstätten.
Medwedew, früher Präsident, nun Vizechef des russischen nationalen Sicherheitsrates meldete sich via Telegram-Nachricht zu Wort legte nach den Aussagen von Wladimir Putin selbst noch einmal nach: „Sie verdienen einen direkten Schlag gegen alle deutschen Produktionsstätten für Militärtechnik“, schrieb der Kremlpolitiker. Gemeint seien Rüstungsbetriebe, die für die Ukraine arbeiten – und „durchaus auch einige andere Orte in Berlin“.Drohungen gegen PolitikerDer Putin-Gefolgsmann warf den deutschen Behörden vor, den Angriff auf dem Flughafen erfunden zu haben. Beweise gebe es nicht, betonte der russische Ex-Präsident. Medwedew beschimpfte die „derzeitige deutsche Führung“ als „neonazistisch“ und „extrem russophob“. Russland sieht den Fall um die nicht detonierte Drohne als eine „Provokation“, die den Interessen der Ukraine diene.Auch drohte und beschimpfte Medwedew europäische Politiker und gab mit einem gewissen Unterton zu bedenken, „dass diese ja immer wieder mit dem Zug in die Ukraine fahren“. Damit stellte er de facto gezielte Angriffe in den Raum, denn Russland hatte zuletzt wiederholt Zugverbindungen in der Ukraine ins Visier genommen. Medwedew warf den europäischen Staatschefs auch vor, Kiews „Terror“ gegen Ziele im russischen Hinterland zu finanzieren. Die Ukraine nutzt die westliche Militärhilfe zum Bau von Drohnen und Marschflugkörpern, mit denen sie Russland Ziele angreift – als Teil des Abwehrkampfes gegen Moskaus Angriffskrieg.Deutsche sehen Russland hinter DrohnenvorfallZuvor hatten der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Außenminister Johann Wadephul (CDU) hatten am Vortag Russland für den Drohnenvorfall verantwortlich gemacht und Strafmaßnahmen angekündigt. Wadephul sagte, dass etwa das russische Konsulat in Bonn geschlossen werden soll. Zudem werde der Vertrag für das Russische Haus in Berlin gekündigt.
Daraufhin hat Moskau Gegensanktionen angekündigt, deren Ausmaß bisher nicht bekannt ist. Als denkbar gilt eine Schließung des Goethe-Instituts und des Generalkonsulats in St. Petersburg. Schon in der Vergangenheit hatten beide Seiten im Zuge von Sanktionen wechselseitig Konsulate geschlossen.
Droht Deutschland – Putins Adlatus Medwedew für „direkten Schlag“ 2026
IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2026 2026-09-02 13:00:18
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