30 Jahre nach dem Mord am US-Rapper Tupac Shakur ist Ex-Gang-Boss Duane „Keffe D“ Davis in einem Prozess in Las Vegas schuldig gesprochen worden. Er war 2023 festgenommen und unter anderem wegen Mordes mit Gebrauch einer tödlichen Waffe angeklagt worden.
Die Geschworenen sahen es als erwiesen an, dass der 63-Jährige als Drahtzieher für den Tod des Rappers verantwortlich ist. Davis wird nicht beschuldigt, selbst auf Shakur geschossen zu haben. Die Staatsanwaltschaft sieht in dem früheren Anführer der Straßengang South Side Compton Crips vielmehr den Drahtzieher des tödlichen Angriffs.Nach Darstellung der Anklage organisierte er die Vergeltungsaktion und beschaffte die Waffe. Nach dem Recht des US-Staats Nevada kann auch jemand wegen Mordes verurteilt werden, der einem anderen bei der Tat hilft.Bilder von dem Prozess:Neffe war TäterDavis hatte mehrfach öffentlich darüber gesprochen, dass er in dem weißen Cadillac gesessen habe, aus dem die Schüsse auf Shakur abgefeuert worden seien. Er sei der einzige Insasse, der noch lebe, hat eine Autobiografie geschrieben. Die tödlichen Schüsse habe aber sein Neffe abgegeben, sagte er 2008 in einem Verhör.Verteidiger Michael Sanft erklärte in seinem Abschlussplädoyer, der Fall gegen Duane „Keffe D“ Davis wegen des Mordes an Tupac Shakur beruhe auf Erfindungen und Publicity-Gags, die nicht durch andere Beweise untermauert seien. Er stellte seinen Mandaten als Lügner und Angeber dar:Davis habe viele Dinge erfunden, um daraus Kapital zu schlagen, argumentierte Sanft.Der damals 25 Jahre alte Rapper wurde am 7. September 1996 in einem Auto in Las Vegas angeschossen und starb sechs Tage später im Krankenhaus. Sein Einfluss auf Rapmusik und Popkultur reicht weit über seinen Tod hinaus, er gilt als eine der prägendsten Figuren des Hip-Hop.
Geschworenen einig – Ex-Gang-Boss schuldig wegen Mordes an Tupac Shakur 2026
IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2026 2026-09-01 04:44:10
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