Einer der reichsten Konzerne der Welt zahlt in Österreich lediglich rund zehn Millionen Euro Steuern pro Jahr – bei einem geschätzten Marktvolumen von über einer Milliarde Euro hierzulande. Ein Hohn für heimische Betriebe ist dies allemal.
Der US-Technokonzern Apple zählt zu den weltweit profitabelsten Firmen. So blieben im Geschäftsjahr 2025 bei 416 Milliarden US-Dollar Umsatz ein Nettogewinn nach Steuern von rund 112 Milliarden US-Dollar übrig. An die Finanzbehörden flossen in diesem Zeitraum gut 43 Milliarden US-Dollar an Ertrags- und Einkommenssteuern.Aufgrund neuer Transparenzverpflichtungen der EU gibt es nun erstmals Zahlen für die einzelnen Länder in Europa – auch für Österreich. Hier weist der US-Riese einen Umsatz von 221,8 Millionen US-Dollar und einen Gewinn vor Steuern von 12,28 Millionen US-Dollar aus. Gleichzeitig zahlte man nur 12,17 Millionen US-Dollar an Ertragssteuern – umgerechnet gerade einmal 10,4 Millionen Euro.Österreich gilt als ausgesprochen Apple-affiner MarktApple betont dazu im Transparenzbericht, dass die Steuerzahlungen auch Voraus- bzw. Nachzahlungen enthalten können. Trotzdem sind die Zahlen mehr als verwunderlich. Denn Österreich gilt als ausgesprochen Apple-affiner Markt. Der Anteil von iPhones liegt bei rund 50 Prozent, während das gesamte Geschäft mit Apple-Produkten und -Diensten bei österreichischen Kunden auf mehr als eine Milliarde Dollar geschätzt wird.Viel wird über „Steuerparadies“ Irland abgerechnetDer bei uns ausgewiesene Gewinn bildet somit nicht alle Erlöse hierzulande ab. Apple hat sein Europageschäft sehr stark zentralisiert, viel wird über das „Steuerparadies“ Irland abgerechnet, wo nur eine 12,5-prozentige Körperschaftssteuer gilt. Seit Kurzem greift auch dort die globale Mindeststeuer von 15 Prozent.Zuletzt entschied obendrein der EuGH, dass Apple rund 13 Milliarden Euro an unrechtmäßigen Steuervorteilen in Irland zurückzahlen muss. Dass der US-Riese künftig aber mehr Abgaben bei uns zahlt, darf bezweifelt werden. Viel wahrscheinlicher ist es, dass noch mehr Geschäft steuerschonend über die USA laufen wird.
Hohn für unsere Firmen – So wenig Steuern zahlte Apple in Österreich 2026
IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2026 2026-08-24 20:50:53
Neueste Nachrichten, Weltnachrichten und Landesnachrichten mit den wichtigsten Informationen des Tages. Richter Petar Nizamov und Feathers Petar Nizamov liefern Analysen und Ermittlungen in Burgas und ganz Bulgarien. Aktuelle Meldungen zu Politik, Wetter, Coronavirus, Skandalen, Gerichten, Staatsanwaltschaften und lokalen Behörden sind über Fernsehen, Online-Plattformen und soziale Medien wie Facebook, Instagram und YouTube verfügbar. Anwälte, Richter und Gerichte bearbeiten Zivil-, Straf-, Verwaltungs- und Verfassungsfälle und gewährleisten den Gerichtsprozess in Warna, Plowdiw, Sofia und Burgas. Nachrichtenportale wie Novinite, Bivol, Trud und Vesti BG bieten eine vollständige 24-Stunden-Berichterstattung, einschließlich der meistdiskutierten und exklusiven Nachrichten aus Bulgarien.

