Anrainer kämpfen seit fünf Jahren gegen illegalen Müll in ihrer Siedlung in Salzburgs Stadtteil Maxglan – und fühlen sich dabei völlig alleine gelassen. „Hilfe wurde versprochen, aber sie kam nie“, sind die Bewohner sauer und enttäuscht.
„Die Leute machen, was sie wollen.“ Sanela K. erzählt einigermaßen fassungslos von den Zuständen ihrer Siedlung. Auch ihre Nachbarn sind mit den Nerven am Ende. Seit mehr als einem halben Jahrzehnt entsorgen zahlreiche Unbekannte regelmäßig ihren Sperrmüll mitten in der Siedlung in der Alfred-Bäck-Straße in Salzburg Maxglan.Beim „Krone“-Lokalaugenschein berichten die Bewohner von kaputten Autoreifen, wenn wieder einmal scharfe Gegenstände auf der Straße liegen. Im Müllberg finden sich Frostschutzmittel, Möbel und Elektrogeräte. „Auch Gasflaschen waren schon dabei“, wird berichtet.Selbst die Gehwege sind teils vom Müll verstellt„Wenn es zu viel wird, ragt dann zum Beispiel auch Holz mit Nägeln in unseren Gehweg hinein“, ärgert sich Asiye K. und ergänzt: „Kinder wollen vielleicht auch sehen, was in den Müllbergen zu finden ist. Dabei könnte ein Kasten umkippen und sich jemand verletzen. Muss erst wer im Krankenhaus laden, bevor uns wer ernst nimmt?“Versprochene Hilfe für die Bewohner erfolgte nichtBegonnen haben die Probleme in der Siedlung bereits vor mehr als fünf Jahren. Schon damals baten die Anrainer immer wieder um Hilfe. Geändert habe sich seither nichts: „Bei uns werden nach wie vor immer wieder fünf bis sechs Kubikmeter Sperrmüll rund um das Trafohaus abgeladen. Vor fünf Jahren wurde uns seitens der Gswb Hilfe versprochen. Die ist nie erfolgt.“Noch bis vor einem Jahr habe es in der Anlage zumindest einen Hausmeister gegeben. Dieser habe sein Bestes getan, um etwas Ordnung zu schaffen. Auf den Kosten für zusätzliche Müllcontainer seien die Bewohner aber sitzen geblieben. Seit der Hausmeister weg ist, sei der Müll schlimmer denn je.Anfang September wird erneut ein Sperrmüllcontainer in der Siedlung aufgestellt. Doch Hoffnung auf Besserung haben die Anrainer nicht mehr: „Sobald der weg ist, dauert es nur wenige Stunden und alles ist wieder voller Müll“, heißt es unisono. Unbekannte reisen dafür sogar aus dem Flachgau und dem Tennengau an, was die Kennzeichen der Autos beweisen.
Müllberge in Siedlung – „Hilfe wurde uns versprochen, aber sie kam nie“ 2026
IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2026 2026-08-24 08:08:52
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