Fünf Jahre nach dem gewaltsamen Tod seiner Tante und seiner Cousine spricht Stefan Mross erstmals ausführlicher über den Doppelmord. Besonders die Erinnerung an den Anruf seines Bruders fällt dem Schlagerstar schwer. Überraschend sind auch seine Worte über den Mann, der die beiden Frauen erschossen hat.
2021 wurden die Tante und die Cousine von Stefan Mross in ihrem Haus bei Salzburg erschossen. Im RTL-Interview erinnert sich der heute 50-Jährige nun an den Moment, in dem er von der Tat erfuhr. „Das Schlimmste war, wie der Anruf kam von meinem Bruder“, erzählt Mross. Beim Sprechen fällt ihm die Erinnerung sichtlich schwer, immer wieder muss er tief durchatmen.„Eine ganze Familie zerstört“Der Doppelmord traf die Familie schwer. Besonders für Mross‘ Mutter bedeutete die Tat einen doppelten Verlust: Sie verlor ihre Schwester und ihre Nichte. „Ganz schlimme Zeit“, sagt der Musiker rückblickend. Das Erlebte habe bei seiner Mutter „bestimmt einen Knacks“ hinterlassen. Sie starb im vergangenen Jahr im Alter von 85 Jahren.Was Mross bis heute besonders beschäftigt, ist die Wirkung der Tat auf die gesamte Familie. Der Täter habe „eine ganze Familie zerstört“, sagt der Musiker. „Das tut mir am meisten weh.“Überraschende Worte über den TäterDie Tat ereignete sich laut den Berichten im Jahr 2021 kurz vor Mitternacht. Der Ex-Partner von Mross‘ Cousine erschoss die beiden Frauen mit insgesamt zehn Schüssen. Ein österreichisches Gericht verurteilte den Mann im Juli 2022 zu lebenslanger Haft. Er hatte die Tat gestanden.Trotz des Leids, das die Tat über seine Familie gebracht hat, findet Mross ungewöhnlich versöhnliche Worte für den Verurteilten. „Ich wünsche dem Typen trotzdem das Beste“, sagt der Schlagerstar im RTL-Interview.Schlagerstar lehnt härtere Strafe abAuch härtere Strafen lehnt Mross ab. Auf den Hinweis auf die Todesstrafe beziehungsweise den elektrischen Stuhl in den USA reagiert er ablehnend. Der Mann solle „einfach weggesperrt werden“, sagt Mross. Von ihm aus könne der Täter im Gefängnis sogar „jeden Tag ein Schnitzel mit Pommes“ bekommen.Mross sagt zudem, dass ihm auch der Täter als Mensch leidtue, weil dieser mit der Tat sein eigenes Leben zerstört habe.Täter mit sadistischer PersönlichkeitsstörungDer Täter, Gottfried O., wurde im Juli 2022 zu lebenslanger Haft verurteilt. Ein psychiatrisches Gutachten attestierte ihm laut „Bild“ eine narzisstisch-sadistische Persönlichkeitsstörung. Zeugen beschrieben ihn als gemeingefährlichen Stalker.Nach dem Urteil hatte der Mann gegenüber einem „Bild“-Reporter gesagt: „Mir tut’s sehr, sehr leid, alles. Schrecklich.“
Mit Botschaft an Täter – Doppelmord in Familie: Mross bricht sein Schweigen 2026
IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2026 2026-08-21 20:16:04
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