Beim Angriff an Bord einer Flydubai-Maschine auf dem Weg nach Israel kommen weitere Details über den brutalen Kampf im Cockpit ans Licht. Der indische Pilot Smit Machchhar soll mit einer Axt attackiert worden sein. Der Flugkapitän wurde operiert und soll sich mittlerweile in einem stabilen Zustand befinden.
Nach dem dramatischen Vorfall am Mittwoch erklärte der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu, der angegriffene Pilot habe „ein Desaster wie am 11. September (Anm.: Der Angriff mit zwei Flugzeugen auf das World Trade Center in New York im Jahr 2001) verhindert“.Er erklärte: „Er ist ein wahrer Held“, denn er habe sich „trotz schwerer Verletzungen gewehrt, Widerstand geleistet und die Cockpittür geöffnet“, so der Premier auf X. Damit habe er es ermöglicht, dass „Passagiere und weitere Crewmitglieder den Angreifer überwältigen können“. Netanjahu wünschte Machchhar „eine schnelle und vollständige Genesung“.Pilot könnte mit Notfallaxt angegriffen worden seinIn einem Interview auf Fox News erklärte Netanjahu weiters, dass er den genauen Hintergrund des Co-Piloten nicht kenne, „aber er hasste Israelis ganz offensichtlich“. Laut dem Premierminister könnte der Angreifer Machchhar mit einer Axt angegriffen haben. Laut „Ynet“ würden auch die ersten Ermittlungen darauf hindeuten, dass dieses Werkzeug die Tatwaffe gewesen war.Eine Notfallaxt ist in jedem Cockpit eines Passagierflugzeuges vorhanden und gehört zur Sicherheitsausrüstung. Damit lassen sich im Unglücksfall Fenster einschlagen, um zu fliehen oder ein Paneel aufbrechen, um sich Zugang zu einem Brandherd verschaffen zu können.Der Pilot lag nach dem Angriff blutüberströmt am Boden, als das Flugzeug gelandet war, wurde er in ein Krankenhaus in Tabuk in Saudi-Arabien gebracht und musste operiert werden, laut indischen Behörden dürfte er sich in einem stabilen Zustand befinden.Machchhar wuchs in Mubai in Indien auf und begann seine Pilotenkarriere 2011 bei der indischen Airline SpiceJet, ehe er zu Flydubai wechselte. Laut seinem LinkedIn-Profil verfügt er über mehr als 9750 Flugstunden, darunter mehr als 6400 Stunden als verantwortlicher Pilot, wie BBC berichtete.Machchhar erzählte in Podcast über seinen JobIn einem Podcast im vergangenen Jahr hatte er noch erklärt, dass die Luftfahrt „nie ein Kindheitstraum“ gewesen sei. Er hatte eigentlich ein Managementstudium begonnen, weil er im Familienunternehmen arbeiten wollte. Doch dann stieß er auf ein Luftfahrtseminar und „es hatte ihn gepackt“, erklärte er. Zudem schilderte er einige Herausforderungen in seiner Berufslaufbahn: So habe er gemeinsam mit anderen Crewmitgliedern einer Passagierin geholfen, bei der vorzeitige Wehen einsetzt hatten, ihr Kind auf die Welt zu bringen.Angreifer saß wohl unrechtmäßig im CockpitDer Verdächtige, ein Staatsbürger des Oman, befindet sich indes in saudi-arabischer Haft und wird dort verhört. Sein Motiv ist weiterhin unklar. Laut der israelischen Verkehrsministerin Miriam Regev hätte der Mann gar nicht auf einem Flug nach Israel arbeiten dürfen. Ein Luftfahrtabkommen würde den Einsatz von Piloten verbieten, mit denen Israel keine diplomatischen Beziehungen unterhält. Mutige Passagiere sollen Auszeichnung bekommenJene Passagiere, die nach der Attacke ins Cockpit eingedrungen waren, um den Angreifer außer Gefecht zu setzen, sollen eine Auszeichnung für zivilen Heldenmut bekommen, berichtete Israels Präsident Isaac Herzog. Er sagt, er habe mit den vier Männern gesprochen und ihnen „seine tiefe Anerkennung für ihren Einfallsreichtum, ihren Mut und ihre gegenseitige Verantwortung in Momenten höchster Gefahr“ ausgesprochen.
Neue Details – Axt als Waffe! So lief der Angriff im Cockpit 2026
IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2026 2026-10-01 10:48:06
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