Australien hat es vormacht, Austria könnte nachziehen – die Rede ist von einem Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren. „Krone“-Kolumnist Robert Schneider hat drei Söhne in dieser Altersklasse. Er kann einem Verbot nicht viel abgewinnen.
Die Bundesregierung hat Ende Juli einen Gesetzesentwurf in Begutachtung geschickt, in dem es um das Verbot von TikTok, Instagram, Snapchat & Co für Kinder unter 14 Jahren geht.Die Regierung begründet den Schritt mit dem Schutz der Kinder vor den Schattenseiten der digitalen Dauerunterhaltung. Nach Angaben des zuständigen Ministeriums zeige bereits jeder vierte Dreikäsehoch in Österreich ein suchtähnliches Medien-Verhalten, und fast die Hälfte der 13- bis 17-Jährigen nutze das Smartphone nahezu ununterbrochen. Demnach sind meine drei Söhne vollkommen süchtig, denn sie sind mit den sozialen Medien groß geworden, haben bis zum Abwinken gezockt und gechattet und tun es noch immer. Bildschirmzeit? Fehlanzeige.Ich konnte bisher nicht feststellen, dass sie dumpfer, stumpfer und blöder geworden sind. Das Gegenteil. Sie haben mir beigebracht, mit dem Smartphone umzugehen, Tipps und Tricks gezeigt, wie ich im Netz schneller fündig werde, wie ich einen KI-Assistenten prompte, ohne dass er sofort zu halluzinieren anfängt.Und sie haben über Discord oder den Roblox-Chat Freunde gefunden. Die kamen gerade kürzlich wieder auf Besuch, wie jedes Jahr im Sommer. Der Timmy aus Linz, der Mahmed aus Steyr. Es sind Jungs, die sie seit der vierten Klasse Volksschule kennen. Timmy geht in die HTL und ist ein Vorzugsschüler. Mahmed hat eine App geschrieben und ist gerade dabei, so richtig Kohle damit zu verdienen.Habe alle zum Abendessen eingeladen und hockte dabei, ohne ein Wort zu verstehen. Aber eines habe ich gespürt: Es sind verdammt fröhliche und unglaublich liebenswürdige Jungs.
Schneiders Brille – Schluss mit TikTok? 2026
IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2026 2026-08-22 13:55:56
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