Nur einen Tag nach dem Bekanntwerden eines Femizid an einer 29-jährigen Villacherin herrscht in Kärnten wieder Mordalarm. Dieses Mal in der Justizanstalt Klagenfurt. Wie die „Krone“ erfuhr, wurde einem Häftling (19) die Kehle durchtrennt. Eine Obduktion wurde bereits durchgeführt. Es wird wegen Mordverdachts ermittelt.
Zu dem Angriff war es in der Nacht auf Dienstag gekommen. Wie bereits am Nachmittag bekannt wurde, ergab die Obduktion, dass die Schnittwunden im Halsbereich tödlich waren. Es wird wegen Mordverdachts ermittelt. „Tatmittel war die Klinge eines Einwegrasierers“, sagte Christian Pirker, Sprecher der Staatsanwaltschaft Klagenfurt.Erschütternd: Die Rasierklinge war erlaubterweise im Haftraum vorhanden. Spuren eines Kampfgeschehens gebe es nicht, sagte Pirker. Das könnte darauf hindeuten, dass der 19-Jährige im Schlaf angegriffen wurde und keine Möglichkeit hatte, sich zur Wehr zu setzen. Zum Todeszeitpunkt, möglichen Zeugen und den bisher ermittelten Abläufen gab der Staatsanwalt keine weiteren Auskünfte. Gottlieb Türk, der Leiter des Landeskriminalamts, das in dem Fall ermittelt, verwies auf Anfrage auf das Justizministerium, das sich die Medienarbeit in dem Fall vorbehalten habe.Mitinsasse gilt als dringend tatverdächtigDer Notarzt sowie die örtlich zuständige Polizei befanden sich am Dienstag vor Ort, der Amtsarzt sei verständigt worden. Der 19-Jährige war auf der Jugendabteilung der JA Klagenfurt untergebracht. Als dringend tatverdächtig gilt der Mitinsasse (17) des 19-Jährigen.Alarmknopf wurde offenbar nicht ausgelöstDas Opfer befand sich in Strafhaft, der Tatverdächtige in U-Haft. Keiner von beiden saß wegen schwerster Gewaltdelikte im Gefängnis. Wie der Sprecher des Landesgerichts Klagenfurt, Christian Liebhauser-Karl mitteilte, wurde die U-Haft gegen den 17-Jährigen ursprünglich wegen Tatbegehungs- und Tatausführungsgefahr verhängt und zuletzt auch verlängert. Ihm wird versuchte Brandstiftung und mehrfache gefährliche Drohung vorgeworfen.Vorerst unklar ist, wie lange sie sich eine Zelle teilten und was sich in den Morgenstunden im Haftraum abgespielt hat. Der dort für Notfälle befindliche Alarmknopf wurde offenbar nicht ausgelöst. Die Justizwache entdeckte am Morgen den leblosen 19-Jährigen und schlug Alarm.Villach-Attentäter befindet sich nicht in JA KlagenfurtDas Justizministerium bekräftigte, dass es sich beim Tatverdächtigen nicht um den Villach-Attentäter handle – und trat damit kursierenden Spekulationen entgegen. Der Syrer hatte am 15. Februar 2025 einen 14-Jährigen vorsätzlich erstochen und war dafür zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der 23-Jährige, der als gefährlichster Häftling Österreichs gilt, war inzwischen in die JA Stein verlegt worden.
Tod in Zelle – Häftling Kehle durchtrennt: Details schockieren 2026
IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2026 2026-09-01 16:26:23
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KÄRNTEN: 19-JÄHRIGER HÄFTLING IN JA KLAGENFURT TOT AUFGEFUNDEN IUSTITIA



