Auf den Spuren von Johannes Paul II. soll künftig ein neuer Pilgerweg von Krakau bis nach Rom führen. Tourismusstaatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) will dabei auch Österreich auf die internationale Route bringen. Das Wegenetz dafür wäre längst vorhanden.
Einmal quer durch Europa – und möglicherweise mitten durch Österreich: Polen und Italien arbeiten derzeit an einem internationalen Pilgerweg, der Krakau mit Rom verbinden soll. Gewidmet ist die Route dem polnischen Papst Johannes Paul II., der die katholische Kirche von 1978 bis zu seinem Tod 2005 führte.Das Projekt orientiert sich am berühmten Jakobsweg. Allein 2025 erreichten mehr als 530.000 registrierte Pilger Santiago de Compostela. Eine ähnliche Strahlkraft erhoffen sich die Initiatoren nun auch von der neuen Papst-Route.Zehetner will Österreichs Wegenetz einbringenTourismusstaatssekretärin Elisabeth Zehetner hat deshalb bereits Österreichs Interesse signalisiert. Bei einem Treffen mit ihrem polnischen Amtskollegen Ireneusz Raś wurden erste Möglichkeiten einer Zusammenarbeit besprochen.„Österreich verfügt mit rund 100 Pilgerwegen und einem Wegenetz von etwa 30.000 Kilometern über eine starke Basis für nachhaltigen Tourismus“, erklärt Zehetner. Die neue Route biete die Chance, bestehende Angebote über Ländergrenzen hinweg zu verbinden und neue Gäste nach Österreich zu holen. Neue Wege müssten dafür nicht zwingend aus dem Boden gestampft werden. Österreich könnte bestehende Pilgerrouten in das Projekt einbringen. Als möglicher Anknüpfungspunkt wurde etwa die internationale „Romea Strata“ genannt, die bereits Pilger nach Rom führt. Wie die konkrete Strecke verlaufen soll, wird allerdings noch ausgearbeitet.2,8 Millionen Nächtigungen durch polnische GästeFür Österreich geht es dabei nicht nur um Religion, sondern auch um ein gutes Tourismusgeschäft. Polen zählt längst zu den wichtigsten Wachstumsmärkten: 2025 sorgten polnische Gäste für mehr als 2,8 Millionen Nächtigungen – ein Plus von 7,3 Prozent und neuer Rekord. Damit liegt Polen unter Österreichs Herkunftsmärkten bereits auf Rang sieben, im Winter sogar auf Platz sechs. Bisher entfallen rund 60 Prozent der polnischen Nächtigungen auf die Wintersaison. Der „Papst-Jakobsweg“ könnte nun auch im Frühling, Sommer und Herbst zusätzliche Besucher bringen.
Von Krakau nach Rom – Neuer Papst-Jakobsweg soll durch Österreich führen 2026
IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2026 2026-08-22 11:56:36
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