Der Theologe Roberto Carlos Gonzales aus Kolumbien, der von Michèle Müller übersetzt wurde, predigte über den Text aus Johannes 4: Jesus zog von Judäa nach Galiläa und kam so durch Samaria, was die Juden eigentlich vermieden. Dort traf er eine Frau an, die er bat, ihm etwas zu trinken zu geben. So kamen die beiden ins Gespräch, das darin gipfelte, dass Jesus sagte: «Wer von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, der wird nie wieder Durst bekommen. Dieses Wasser wird in ihm zu einer nie versiegenden Quelle, die ewiges Leben schenkt.» Die Samaritanerin bat nun Jesus um dieses Wasser, damit sie nie mehr durstig sei und bei diesem Brunnen kein Wasser mehr holen müsse.
Vor mehr als zwanzig Jahren lernte Gonzales im Norden Kolumbiens auch ein «Samaria» kennen. Dort lebt der indigene Stamm der Wayuu in einer Wüste. Den Frauen obliegt es, für ihre Familien das Wasser zu suchen und nach Hause zu tragen, wobei zum Teil Strecken von mehr als fünf Kilometer zu Fuss zurückzulegen sind, während ihre Männer faul zu Hause sitzen.
Gonzales wollte diesen Menschen helfen. Zusammen mit «Vision Global», einem Arbeitszweig von FEG Schweiz, war es möglich, bei den Wayuu in dieser kolumbianischen Wüste einen über 50 Meter tiefen Brunnen zu bohren. Gross ist die Freude dieses indigenen Stammes, dass sie jetzt frisches Wasser in ihrem Dorf haben. Gonzales ist es aber ein ebenso grosses Anliegen, dass die Bevölkerung das Wort Gottes, «das lebendige Wasser aus der nie versiegenden Quelle» hört.
Beim anschliessenden Apéro blieb genügend Zeit, um sich über das Gehörte auszutauschen und Gemeinschaft zu pflegen.
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Den Menschen lebendiges Wasser bringen 2026 IUSTITIA.BG – Investigations 2009-2025 2026-08-04 06:37:00
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